Weil Gott es so will? Die Todesstrafe im Alten Testament


© Bild: Benedikt Plesker
Papst Franziskus hat die Todesstrafe für unzulässig erklärt. Das Alte Testament sah das noch anders. Aber auch hier ist die Haltung nicht immer so klar, wie es eine landläufig mit dem Alten Testament in Verbindung gebrachte Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Ethik suggeriert.

Till Magnus Steiner | katholisch.de

Die Katholische Kirche verpflichtet sich mit einer Anpassung des Katechismus im Absatz über die Todesstrafe dazu, „sich mit Entschiedenheit für deren Abschaffung in der ganzen Welt“ einzusetzen (KKK 2267). Weltweit haben 142 Länder die Todesstrafe in ihrem Rechtssystem abgeschafft oder wenden sie zumindest nicht mehr an. Für das Jahr 2017 hat Amnesty International 993 Hinrichtungen in 23 Ländern dokumentiert. Nun hat Papst Franziskus allgemein festgelegt, „dass die Todesstrafe unzulässig ist, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt“.

Im Alten Testament hingegen, dem ersten Teil der christlichen Bibel, stellt die Todesstrafe eine selbstverständliche Praxis dar, deren Berechtigung explizit nicht angezweifelt wird. So sollen zum Beispiel die Tötung eines Menschen (Exodus 21,12), Menschenraub (Exodus 21,16), das Schlagen oder Verfluchen der Eltern (Exodus 21,15-17), Sodomie (Ex 22,18), Zauberei und Fremdgötterverehrung (Ex 22,17-19) mit dem Tod des Täters bestraft werden.

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