Ist die Katastrophe im Jemen ein Wendepunkt?


Ein Junge, der bei dem Luftschlag verletzt wurde, liegt im Krankenhaus Quelle: AFP
Dutzende Kinder sterben bei einem saudischen Luftangriff auf einen Schulbus. Weltweit herrscht Entsetzen. Der lange vergessene Krieg gerät wieder in den Fokus.

Von Gil Yaron | DIE WELT

eder Konflikt hat mindestens einen Höhepunkt, ein Ereignis, das seine Geschichte in ein Davor und ein Danach teilt. Im Jemen hoffen viele Menschen, dass das jüngste Blutbad in der Provinz Saada sich als solcher Wendepunkt erweisen wird. Nach Angaben des jemenitischen Gesundheitsministeriums kamen am Donnerstag mindestens 50 Menschen, darunter 29 Kinder, ums Leben, als saudi-arabische Kampfflugzeuge einen Schulbus in der Nähe eines Marktplatzes bombardierten. Mindestens 77 Menschen sollen zum Teil schwer verletzt worden sein, von denen wiederum 30 Kinder sind. Angesichts der schwierigen Versorgungslage im Bürgerkriegsland steht zu befürchten, dass viele der Verwundeten in den kommenden Tagen ebenfalls sterben werden.

Die Staatengemeinschaft reagierte empört, allen voran UN-Generalsekretär António Guterres, der alle Kriegsparteien dazu aufrief „ihre Verpflichtungen gemäß den internationalen Menschenrechten zu erfüllen, vor allem die grundlegenden Regeln bezüglich der Verhältnismäßigkeit und der gebotenen Vorsicht bei jedem Angriff“. Aber können Empörung und Aufmerksamkeit den lange vergessenen Jemen-Konflikt einer Lösung näher bringen?

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