Ruhrtriennale: Die wahren Fehler der Intendantin im Streit über Israel


Die Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp bei der Auftakt-Pressekonferenz Quelle: dpa
Intendantin Stefanie Carp wollte eine Band einladen, die die antiisraelische Boykottbewegung BDS unterstützt. Nun kommt der Ministerpräsident nicht zum Festival. Analyse eines Kommunikationsdesasters.

Von Stefan Keim | DIE WELT

Unangenehmer kann ein Festival nicht starten. Schon bevor sie am Donnerstagabend begonnen hat, steht die Ruhrtriennale im Verdacht, der antiisraelischen Bewegung BDS ein Forum bieten zu wollen. Die Abkürzung bedeutet Boykott, Divestment, Sanctions. Ihre Anhänger boykottieren Kulturveranstaltungen, in denen der Staat Israel eine Rolle spielt und sei sie noch so gering.

„Wie vor dem Ersten Weltkrieg“

Bei der Ruhrtriennale sollte die schottische Band Young Fathers spielen, die sich zum BDS bekennt. Intendantin Stefanie Carp wurde vor den Kulturausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags geladen und scheint sich dort sehr unklar geäußert zu haben. Danach waren Politiker von CDU, SPD und FDP erbost. Die Kulturministerin kritisierte die Haltungslosigkeit der Intendantin. Erstmals wird der Ministerpräsident keine Veranstaltung der Ruhrtriennale besuchen. Das Land bezahlt einen großen Teil des Etats.

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