Wenn der Plastikmüll im Kabeljau landet


Quelle: Jambeck et al. 2015, GESAMP 2015, Boucher & Friot 2017 – Grafik: lea
Der Mensch flutet das Meer mit Plastik. Das ist nicht nur ein Problem für die Artenvielfalt in den Ozeanen, sondern möglicherweise auch für die eigene Küche.

Haluka Maier-Borst, Anja Lemcke | Neue Zürcher Zeitung

Selbst in Tiefen, in die kein Mensch je tauchen könnte, findet sich ein letzter Rest unserer Zivilisation. Ein Rest, der nicht weggeht. Ein Rest, der majestätische Tiere wie den Cuvier-Schnabelwal tötet. Die Meeressäuger tauchen in Tiefen von bis zu 1900 Metern, doch auch in ihrem Lebensraum kommt Plastikmüll vor. Der Beweis: Vor einem Jahr strandete in Norwegen ein totes Tier, das rund dreissig Plastiktüten gefressen hatte und daran verendet war.

Schätzungsweise bei rund 700 Spezies hat man Plastik im Magen bereits nachgewiesen. Vögel wie der Gelbschnabel-Sturmtaucher verhungern immer öfter, weil ihr Magen voll mit Plastik ist und sie deswegen nicht mehr genügend echte Nahrung aufnehmen können. Schildkröten bleiben in Plastiknetzen hängen und ertrinken. Und Hunderte von Fischen fressen ebenfalls Plastik.

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