Prozess gegen Kardinal Pell beginnt – Maulkorb für die Medien


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der australische Kurienkardinal George Pell ist seit Juni 2017 als Finanzchef des Vatikans beurlaubt. In Melbourne beginnt der Strafrechtsprozess gegen ihn, aufgrund von zwei Fällen sexueller Übergriffe. Er darf Australien derzeit nicht verlassen.

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An diesem Montag beginnt in Melbourne das Hauptverfahren gegen Kurienkardinal George Pell um zwei Fälle sexueller Übergriffe. Der 77-jährige Finanzchef des Vatikan ist der bislang höchstrangige Kirchenvertreter, der sich wegen Missbrauchsvorwürfen vor einem weltlichen Gericht verantworten muss. Medien ist aufgrund der australischen Rechtslage die Berichterstattung verboten.

Unbekannt sind auch Anklagepunkte

Dieses Verbot schließt auch Berichte über das Verbot selbst ein. „Das Publikationsverbot gilt für alle Bundesstaaten und Territorien in Australien sowie für alle in Australien zugängliche Websites oder andere elektronische (Medien) oder Sendeformate“, hieß es im Antrag der Staatsanwaltschaft zum Schutz des Richters und der Geschworenen vor Beeinflussung durch die Öffentlichkeit. Das Verbot bleibt bis zum Ende des Verfahrens einschließlich einer möglichen Berufungsverhandlung in Kraft.

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