Irland: Berichte über Vertuschungsversuche des Vatikan

In Irland wird über den Missbrauchsskandal der 2000er Jahre diskutiert. Damalige Regierungspolitiker werfen dem Vatikan vor, ein Abkommen geplant zu haben, das ihn vor Ermittlungen schützt. Nun meldet sich Primas Diarmuid Martin.

katholisch.de

Der Erzbischof von Dublin und Primas der katholischen Kirche in Irland, Diarmuid Martin, hat nach eigenem Bekunden keine Informationen über angebliche Vertuschungsversuche des Vatikan im Missbrauchsskandal. Anfang der 2000er Jahre soll der damalige Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano nach Medienberichten den irischen Staat um ein spezielles Abkommen gebeten haben. Martin erklärte laut „Irish Times“ vom Montag, er sei von „keiner der beiden Seiten“ über etwaige Absichten oder Absprachen informiert worden. Er unterstrich die Bedeutung eines „transparenten Dialogs zwischen Staat und Kirche“ – bei gleichzeitiger „Trennung von Staat und Kirche“.

Die frühere irische Präsidentin Mary McAleese hatte vergangene Woche in der „Irish Times“ erklärt, Kardinal Sodano habe sie bei einem Staatsbesuch in Italien 2003 zu einem Abkommen überreden wollen. Dieses habe vatikanische und diözesane Dokumente vor Zugriffen des irischen Staates schützen sollen, zum Beispiel bei polizeilichen Ermittlungen in Missbrauchsfällen.

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Atheismus: Hört auf, uns zu ärgern! – Heul doch!

In der letzten Ausgabe hieß es, Christen seien ein bisschen verrückt und müssten die Skepsis aushalten, die ihnen von Atheisten entgegenschlägt. Jetzt entgegnet Hanna Jacobs den Glaubensskeptikern: Verlangt nicht Toleranz, wo ihr selbst keine aufbringt!

Von Hanna Jacobs | ZEIT ONLINE

Atheisten halten Christen für verrückt. Das schrieb Valerie Schönian letzte Woche an dieser Stelle. Ich verstehe das. Christen glauben an einen Gott, der die Welt, auf der wir leben, nicht nur erschaffen hat, sondern der nach wie vor ihren Lauf ordnet. Wirklich stichhaltige Beweise gibt es für diese Annahme nicht. Man kann Gott nicht mit bloßem Auge sehen, als Schöpfergott nicht und als Heiligen Geist schon gar nicht. Jesus Christus, Gott-Sohn, konnte man während eines kurzen Zeitfensters in der Geschichte der Menschheit durchaus sehen und anfassen. Für alle Nachgeborenen heißt es seit knapp 2000 Jahren: nicht sehen und doch glauben. Oder eben gar nicht glauben.

Ich finde es nachvollziehbar, dass man die Existenz eines solchen unsichtbaren Wesens für Humbug hält. Wie einem die Frage nach Gott allerdings dermaßen egal sein kann, dass man nicht wenigstens versucht, eine Antwort darauf zu finden, kann ich nicht verstehen. „Ein Agnostiker ist jemand, der nicht mal gläubig genug ist, um Atheist sein zu können“, erklärte der französische Schriftsteller Emmanuel Carrère in seinem Katholizismus-Bestseller Das Reich Gottes. Eben darum streite ich lieber mit Atheisten als mit Agnostikern oder postmodernen Synkretistinnen, die ein bisschen an das Universum glauben, ein bisschen an Karma, die hie und da mal versuchsweise meditieren. Sie sind spirituell, aber auf keinen Fall religiös. Sie sagen: Es müsse jeder für sich selber wissen, was er glaubt. Bei Atheisten ist die Gesprächsgrundlage wenigstens klar. Wir gehen beide davon aus, dass es auf die Frage nach Gott nicht beliebig viele richtige Antworten geben kann, sondern nur eine: ja oder nein. Ich sage, es gibt ihn. Sie sagen, es gibt ihn nicht.

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Zellen beim Selbstmord beobachtet

Breiten sich Krebszellen unkontrolliert aus, hat die Apoptose versagt. © Selvanegra/ thinkstock
Programmierter Zelltod: Forscher haben beobachtet, wie sich Suizidsignale innerhalb unserer Körperzellen ausbreiten. Demnach wandern diese den Zelltod auslösenden Signale wie eine Welle durch die Zelle – und zwar mit einer konstanten Geschwindigkeit von 30 Mikrometern pro Minute. Diese Erkenntnis könnte in Zukunft zu einem besseren Verständnis der sogenannten Apoptose führen und damit womöglich neue Ansätze im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs eröffnen.

scinexx

Die Apoptose rafft jeden Tag Millionen unserer Zellen dahin – und das nur zu unserem Besten. Denn dieses zelluläre „Suizidprogramm“ stellt sicher, dass sich Körperzellen und Gewebe stetig erneuern können und potentiell schädliche Zellen eliminiert werden. Indem sie sich selbst zerstören, verhindern entartete Zellen beispielsweise die Ausbreitung von Krebs.

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Wie groß ist das Schuldenproblem der Türkei?

Die Touristen kommen jedenfalls wieder, auch nach Alanya. Bild: Reuters
Die türkische Lira fällt und fällt, die Kurse der Bankaktien sinken ebenfalls. Wie schlimm ist es wirklich? Zahlen der türkischen Notenbank geben Hinweise.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Kurs der türkischen Lira fällt und fällt – neue Maßnahmen der Notenbankführung können das bislang nicht verhindern. Spätestens seit dem vergangenen Freitag macht immer wieder die Sorge vor einer Währungskrise oder gar einer Finanzkrise des Landes die Runde, zumal sich auch politisch der Tonfall verschärft: Die Vereinigten Staaten haben gegen zwei türkische Minister Sanktionen verhängt, Washington fordert Ankara auf, den amerikanischen Pastor Andrew Brunson freizulassen, Präsident Donald Trump erhöhte den Druck über den Kurznachrichtendienst Twitter und durch neue Zölle. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan droht seinerseits der mächtigen Nato-Führungsmacht.

Fachleute fragen sich seither, wie schlimm es um das Land wirklich steht. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman etwa, der sich wie wenige andere mit Schuldenkrisen auskennt, zieht schon einen Vergleich zur asiatischen Finanzkrise in den neunziger Jahren. Er verweist auf die Schulden, die türkische Industrieunternehmen und Banken im Ausland aufgenommen haben, in ausländischer Währung, in Dollar oder Euro. Genau das ist der aktuelle Kern der Angst.

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Ghostly Remains of a Dead Star Revealed in Infrared Light

The supernova remnant HBH 3 glows with infrared light in this photo from NASA’s Spitzer Space Telescope. Infrared light with a wavelength of 3.6 microns is shown in blue, while lower-energy infrared light with a wavelength of 4.5 microns is shown in red. Spitzer captured this image in May 2010, and NASA released it on Aug. 2, 2018. Credit: NASA/JPL-Caltech/IPAC
Red streaks of energized gas left over from an ancient stellar explosion branch across the cosmos in this spectacular new photo from NASA’s Spitzer Space Telescope

By Hanneke Weitering | Space.com

This supernova remnant, known as HBH 3, is one of the largest in the Milky Way galaxy and measures about 150 light-years across. It is also one of the oldest; the star that exploded to create this cosmic spectacle did so 80,000 to 1 million years ago, NASA officials said in a statement.

HBH 3 was first detected in 1966 by scientists using radio telescopes, which allow astronomers to peer through interstellar dust and „see“ low-frequency radiation that isn’t visible to the human eye. The Spitzer Space Telescope observes the universe in infrared light, which has higher energy than radio waves but is still just outside the visible spectrum. [Gallery: The Infrared Universe Seen by Spitzer Telescope]

Parts of the supernova remnant HBH 3 do glow with visible light. „The branches of glowing material are most likely molecular gas that was pummeled by a shockwave generated by the supernova,“ NASA officials said. „The energy from the explosion energized the molecules and caused them to radiate infrared light.“

Along with the supernova remnant, the image shows parts of some hazy, white clouds known as W3, W4 and W5. These regions form a large molecular cloud complex in the constellation Cassiopeia.

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Bayer-Aktie stürzt nach Glyphosat-Urteil ab

Aufnahme des Bayer-Logos (Symbolbild)Foto: AFP/Patrik STOLLARZ
Kurssturz am Wochenbeginn: Nach einer US-Schadensersatzklage gegen die Bayer-Tochter Monsanto verkaufen Bayer-Anleger massiv Aktien.

DER TAGESSPIEGEL

Eine Schadenersatzklage in den USA im Zusammenhang mit einem glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel der Bayer-Tochter Monsanto hat Anleger des deutschen Dax-Konzerns am Montag auf dem falschen Fuß erwischt. Die Aktien rauschten am Montagmorgen um bis zu 13 Prozent in die Tiefe. „Das sorgt für massive Unsicherheit“, sagte ein Händler. „Es geht nicht so sehr um die Summe, die gezahlt werden muss, sondern mehr darum, dass jetzt noch viel mehr Klagen erwartet werden.“

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Genial daneben: das irreparable Design des Linsenauges

Bild: zdf

Kreationistische Irrtümer über die Qualität der Netzhaut

AG Evolutionsbiologie

Das Planmäßigkeits-Argument besagt, dass biologische Merkmale aufgrund ihrer Beschaffenheit den Eindruck erwecken, als seien sie gezielt erschaffen worden („intelligentes Design“). Wegen ihrer Zweckmäßigkeit und Zielgerichtetheit sei der Schluss auf einen Schöpfer naheliegend, ja sogar die einfachste Erklärung. Diese Argumentation hat mehrere Haken. Einer davon ist die Erkenntnis, dass, sobald man ins Detail geht, die meisten organischen Strukturen, so auch die Netzhaut des Linsenauges, konstruktive Mängel aufweisen, unzweckmäßig arrangiert sind und so in der Gesamtschau den Schluss auf eine zielgerichtete, intelligente Entstehungsursache vereiteln. Gegen diese Einsicht wehren sich Evolutionsgegner mit Händen und Füßen. Zum Beispiel sollen bestimmte retinale Ganglienzellen (sog. MÜLLER-Zellen) in der Netzhaut belegen, dass das Linsenauge optimal für seine Funktion gestaltet wurde. Im vorliegenden Diskussionsbeitrag wird die Argumentation im Detail diskutiert.

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Aus dem Inhalt

– Einleitung 

– Das Problem der teleologischen Argumentation 

– Ein Vergleich mit der Technik 

– Die Struktur der Netzhaut: Ein Argument für Evolution! 

– Kreationistische Missverständnisse und retinale MÜLLER-Zellen: Ein Merkmal, das alles verändert? 

– Inwieweit sind Netzhaut und MÜLLER-Zellen optimal für scharfes Sehen? 

– Gibt es „gute Gründe“ für eine inverse Retina? Ja, und die Evolutionstheorie kann sie sogar erklären! 

– Zusammenfassung / Literatur 

Zusammenfassung und Ausblick

Seit Bestehen der Evolutionstheorie wird über den Ursprung des menschlichen Auges gestritten wie über die Entstehung keines anderen Organs. Nach Ansicht der Kreationisten sei das Auge optimal und zweckmäßig für seine Funktion „gebaut“ und deute somit auf ein intelligentes Design hin. Dagegen ist nach Auffassung der Evolutionsbiologen das Auge aufgrund seiner konstruktiven Mängel genau so gebaut, wie man es von einem nicht zielgerichteten Optimierungsprozess erwarten würde: Die Existenz der „verkehrt“ im Augenbecher liegenden (inversen) Netzhaut ist die Konsequenz von Entwicklungszwängen, die sich historisch bis zu den Vorfahren der Wirbeltiere zurückverfolgen lassen. Nur die Evolutionstheorie  kann diesen Befund differenziert (ohne unprüfbare Ad-hoc-Annahmen, quasi-theologische Deutungen zu bemühen) erklären.

Nachdem vor einigen Jahren entdeckt wurde, dass die sog. „MÜLLER-Zellen“ der Netzhaut den Sehvorgang optimieren, da sie wie Lichtleiter wirken, kam noch einmal Bewegung in die Diskussion. Die Kreationisten sehen ihre Position bestätigt, dass das Auge keine Mängel aufweise. Dabei wird übersehen, dass die zweckwidrigen Merkmale nach wie vor existieren. Die MÜLLER-Zellen sind nur eine Behelfslösung, um die Unzulänglichkeiten der ursprünglichen Strukturen so gut wie möglich abzumildern. Die Addition neuer Merkmale zum Beheben konstruktiver Mängel ist ein Kennzeichen evolutionärer Optimierung. Intelligent Design kann insbesondere diese Strukturen des Auges nicht erklären.

Quelle

www.ag-evolutionsbiologie.net/pdf/2011/Design-Linsenauge-Netzhaut.pdf

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Autoren: Martin Neukamm / Andreas Beyer

Cem Özdemir: Heimat gibt es nicht alleine

Wer seine Heimat mit Stacheldraht schützen will, wendet sich nach den Worten des Grünen-Politikers Cem Özdemir von der Liebe Gottes ab. „Wer den Begriff Heimat benutzt, um sich abzuschotten, hat kein echtes Interesse daran, die Heimat zu schützen“, sagte Özdemir am Sonntag in einem Gottesdienst zum Rockfestival „Open Flair“ in Eschwege.

evangelisch.de

An dem Gottesdienst, der auf einer Bühne außerhalb des eigentlichen Festivalgeländes stattfand, nahmen rund 700 Besucher teil. „Heimat wird nicht weniger, wenn man sie teilt“, wandte sich Özdemir gegen Abgrenzungsversuche. Heimat sei keine statischer Begriff, sondern etwas, das sich verändere. Auch Musik könne Heimat sein. Ebenso könne auch der religiöse Glaube zu Sicherheit und Geborgenheit verhelfen. Wichtig sei vor allem zu verstehen, dass es Heimat nicht allein gebe. Das Open-Flair-Musikfestival ist mit rund 25.000 Besuchern nach eigenen Angaben das größte Musikfestival in Hessen.

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Ins Essen verbissen – was eine gesunde Ernährung ist, darüber lässt sich genüsslich streiten

Bild: Flickr/Kim Scarborough (CC-BY-SA 2.0)
Woran liegt es, dass die Menschen immer dicker werden? Und wie ernähre ich mich am besten? Auf diese Fragen gibt es teilweise abenteuerliche Antworten, wie unsere Kolumnistin an einem Kongress lernen musste.

Nicola von Lutterotti | Neue Zürcher Zeitung

Wer sich wundert, weshalb dasselbe Nahrungsmittel heute gesund und morgen wieder bedrohlich sein kann, sollte einmal einen ernährungswissenschaftlichen Kongress besuchen. So viel Uneinigkeit sieht man selten! Das zeigte sich unlängst auch an einer vom Swiss-Re-Institut und vom «British Medical Journal» ausgerichteten Tagung in Rüschlikon, Zürich. Hochkarätig besetzt, war die Veranstaltung angetreten, das undurchdringbare Ernährungsdickicht zu entflechten. Die zum Teil kriegerischen Debatten, denen ein gewisser Unterhaltungswert nicht abzusprechen war, sorgten allerdings für noch mehr Verwirrung.

Buchstäblich festgebissen hatten sich die Diskussionsteilnehmer etwa in der Frage, welche Ernährungsart den lebensstilbedingten Diabetes («Alterszucker») bessern oder gar heilen kann. Mit jeweils passenden Studiendaten hantierend, sprachen sich die einen für eine kohlenhydratarme und zugleich fettreiche Diät aus, während andere vor einer solchen Ernährung explizit warnten. Wieder andere vertraten die Ansicht, solange Diabetiker genügend abspeckten, könnten sie essen, was sie wollten.

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Mit Allah gegen den US-Dollar

Bild: publicdomainpictures.net/CC0
Kurzer Überblick über den geopolitischen und ökonomischen Hintergrund der aktuellen Krise in der Türkei

Tomasz Konicz | TELEPOLIS

Die Töne werden zunehmend schriller im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei. Nachdem US-Präsident Donald Trump mittels eines Tweets, in dem er die Verdopplung der US-Strafzölle gegen die Türkei ankündigte, die türkische Lira abstürzen ließ, sprach der türkische Staatschef Erdogan von einem „Wirtschaftskrieg“, der von „außen“ gegen sein Land geführt werde. Dollar, Euro und Gold seien die „Patronen, Kanonen und Raketen“ dieses Krieges, so Erdogan.

Die USA hätten der Türkei „den Rücken zugekehrt“, es gebe eine „Währungsverschwörung“ gegen die Türkei, behauptete Erdogan, der abermals eine Anhängerschaft aufrief, Euro, Dollar und Gold gegen die schwindsüchtige türkische Lira einzutauschen, um den „nationalen Kampf“ zu gewinnen. Dabei appellierte der türkische Präsident an den Nationalismus und die religiöse Identität seiner Gefolgschaft: „Vergesst nicht, wenn sie ihre Dollars haben, dann haben wir unser Volk, unseren Gott.“

Neben der ins Hysterische abdriftenden Rhetorik des Präsidenten bemüht sich aber Ankara – bislang erfolglos – um eine Eindämmung der Währungsturbulenzen. Erdogans Schwiegersohn Berat Albayrak, der inzwischen den Posten des türkischen Finanzministers bekleidet, kündigte ein nicht näher spezifiziertes „Maßnahmenpaket“ an, das die Unabhängigkeit der Notenbank sicherstellen, die zweistellige Inflation bekämpfen, und die überhitzte Konjunktur dämpfen solle.

Bislang haben diese Ankündigungen, die mit dem bisherigen Wirtschaftskurs von Staatschef Erdogan – der sich wiederholt als „Zinskritiker“ outete – brechen würden, keine Erholung des Lirakurses zur Folge gehabt. Die türkische Währung ist massiv abgestürzt. Allein die Ankündigung Trumps, weitere Strafzölle zu erlassen, ließ die Lira um 20 Prozent einbrechen. Das türkische Währungsdesaser wird aus mittelfristiger Perspektive erst voll ersichtlich: Vor einem Jahr konnten die Bürger der Türkei einen US-Dollar für rund 3,5 Lira erwerben, nun sind es rund 6,5 Lira.

Den unmittelbaren Anlass dieser Eskalation zwischen den USA und der Türkei bildete die von Ankara praktizierte Politik inoffizieller Geiselnahmen ausländischer Bürger, um hierdurch politische Konzessionen zu erpressen. In Deutschland war es der Fall des monatelang unter fadenscheinigen Gründen inhaftierten Journalisten Deniz Yücel, der diese Praxis ins Bewusstsein der Öffentlichkeit brachte.

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Vergiftetes Weihwasser in Notre-Dame?

© Bild: picture alliance / Gavin Hellier/Robert Harding
Nachdem Besucher der Pariser Kathedrale Notre-Dame über Schmerzen klagten, geriet als Grund schnell das Weihwasser in Verdacht. Tatsächlich stellte man einen üblen Geruch des Wassers fest. Wurde es vergiftet?

katholisch.de

Nach Beschwerden von Touristen über Kopfschmerzen und Kribbeln ist in der Pariser Kathedrale Notre-Dame das Weihwasser ausgetauscht worden. Die herbeigerufene Polizei habe aber keine Anzeichen für eine Vergiftung des Wassers feststellen können, berichteten französische Medien (Wochenende). Ein Priester wird mit den Worten zitiert, das Wasser habe „sehr schlecht gerochen“; es müsse sich um eine vorsätzliche Tat handeln. Als Vorsichtsmaßnahme habe man die Weihwasserbecken entleert und mit Bleiche gereinigt, hieß es.

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