Die Nordsee wird tiefer


Der Gesteinsuntergrund unter der Nordsee sinkt ab. Eingeschwemmtes Sediment aber kaschiert dies und gleicht die Absenkung aus. © NASA
Überraschende Entdeckung: Das Becken der Nordsee wird immer tiefer – und diese Absenkung geschieht deutlich schneller als bislang gedacht, wie seismische Messungen belegen. In den letzten 2,6 Millionen Jahren hat sich der Beckengrund demnach um bis zu 1.100 Meter abgesenkt, das entspricht rund 41 Zentimeter pro Jahrtausend. Hauptursache dafür ist die enorme Last des eingeschwemmten Sediments. Doch rund 25 Prozent dieser Absenkung lassen sich bisher nicht eindeutig erklären.

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Die Nordsee hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Bereits vor mehr als 60 Millionen Jahren dehnte sich in dieser Region die Erdkruste entlang von tektonische Verwerfungen und eine Senke inmitten der damaligen Kontinentkruste entstand. Als dann vor rund 2.6 Millionen Jahren das Eiszeitalter begann, überzogen mehrfach kilometerdicke Gletscher die junge Nordsee. Gleichzeitig strömten in den Tauphasen dazwischen immer wieder große Mengen Sediment aus den einmündenden Flüssen in das Nordseebecken.

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