Missbrauch: Razzia bei der Bischofskonferenz


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Die Justiz hat im Rahmen der Missbrauchs-Untersuchungen die Räumlichkeiten der chilenischen Bischofskonferenz durchsucht. Unterdessen formulierte eine Stiftung eine Klage gegen zwei Kardinäle, denen sie Vertuschung vorwirft.

katholisch.de

In Chile haben die Ermittlungsbehörden am Dienstag (Ortszeit) im Rahmen der Untersuchungen des Missbrauchsskandals die Büros der chilenischen Bischofskonferenz in die Hauptstadt Santiago durchsucht und Akten beschlagnahmt. Wie chilenische Medien berichten, soll es dabei um Ermittlungen im Fall der Ordensgemeinschaft der Maristen-Schulbrüder gehen. Dort sollen Geistliche Seminaristen missbraucht haben.

Beamte der Abteilung gegen Sexualverbrechen hätten gegen Mittag die Büros in Begleitung des Staatsanwaltes Raul Guzman betreten, berichtete das Portal „24 Horas“. Juan Carlos Cruz, ein Missbrauchsopfer der chilenischen Kirche, der jahrelang für die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Kirche kämpfte, kommentierte, er wolle sich nicht vorstellen, was dort vorzufinden sei: „Das ist wie Höhle von Ali Baba.“

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