Caritas muss Mitarbeiter in zweiter Ehe wieder einstellen


© Bild: dpa/Frank Rumpenhorst
Ein Caritas-Mitarbeiter heiratete nach seiner Scheidung erneut. Der katholische Arbeitgeber kündigte dem Mann daraufhin fristlos. Das Arbeitsgericht erklärte die Entlassung für ungültig.

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Die Kündigung eines geschiedenen Mitarbeiters wegen seiner zweiten Ehe ist unzulässig: Der Caritasverband Hagen muss einen im Sommer 2017 fristlos entlassenen Mann wieder einstellen und ihm die Bruttobezüge für die freigestellten Monate nachzahlen. Das entschied das Arbeitsgericht der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag. Nach Angaben der Westfalenpost handelt es sich um einen 55-Jährigen siebenfachen Vater, der sieben Jahre nach einer Scheidung erneut geheiratet hatte.

Der katholische Wohlfahrtsverband sprach vom „Abschluss einer unzulässigen Zivilehe, der geeignet sei, ein erhebliches Ärgernis zu erregen und die Glaubwürdigkeit der Kirche zu beeinträchtigen“. Das Arbeitsgericht bemängelte, dass vor Ausspruch der Kündigung keine Interessenabwägung durchgeführt worden sei. Insbesondere sei nicht näher dargelegt worden, warum durch die zweite Heirat ein Ärgernis erregt worden sein soll.

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