Masernfälle im vergangenen Jahr fast verdreifacht


Nicht nur Kinder sollten regelmäßig ihren Impfstatus kontrollieren Quelle: pa/dpa/Marius Becker
Zu wenige oder zu späte Impfungen: In Deutschland wurden im Jahr 2017 drei Mal so viele Masernfälle registriert wie zuvor. Ein Mensch starb an der Infektion. Immer wieder kommt es zu regelrechten Epidemien aufgrund der Impflücken.

DIE WELT

Im vergangenen Jahr hat es fast dreimal so viele Masernfälle in Deutschland gegeben wie im Vorjahr. 2017 wurden insgesamt 929 Masernerkrankungen übermittelt, darunter ein Todesfall, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin mitteilte. 2016 wurden hingegen nur 325 Fälle registriert, 2015 zählte mit 2464 Fällen zu einem der masernreichsten Jahre seit Beginn der Meldepflicht.

Die weitaus höchste Fallzahl wurde im vergangenen Jahr aus Nordrhein-Westfalen mit 520 Erkrankungen gemeldet, auch Hessen, Berlin, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg waren häufiger betroffen. Sieben Bundesländer übermittelten allerdings auch weniger als zehn Fälle im ganzen Jahr. Für das laufende Jahr wurden bis Ende Juni demnach bisher 387 Masernfälle registriert.

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