„Young Fathers“: Ruhrtriennale verteidigt Einladung von umstrittener Band


Young Fathers live am 27. April 2014. Bild: wikipedia.org/CC BY 3.0 – Ash link
Die Intendantin der Ruhrtriennale, Stefanie Carp, hat die Einladung der umstrittenen Band „Young Fathers“ verteidigt. Es sei ein Fehler gewesen, die schottische Band wieder auszuladen, sagte sie am Samstag in Bochum bei einer Podiumsdiskussion über die Freiheit der Kunst. Sie wolle Künstler auch dann als Mitwirkende gewinnen können, wenn diese eine Kampagne unterstützen, die sie selbst verwerflich finde.

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Zugleich äußerte Carp generelle Zweifel an Boykottstrategien. In der überfüllten Turbinenhalle in der Jahrhunderthalle kam es zeitweise zu turbulenten Szenen und Brüllattacken aus dem Publikum. „Kunst sei dazu da, so etwas auszuhalten“, sagte Carp. Hintergrund der Diskussion war die Kontroverse um den ursprünglich geplanten Auftritt der Band „Young Fathers“ bei der Ruhrtriennale. Die Band hatte sich nicht von der umstrittenen israelkritischen Bewegung BDS (Boycott, Divestment, Sanctions) distanziert und die erneute Einladung abgelehnt. Die Einladung, Ausladung und schlussendliche Wiedereinladung der schottischen Band war vielfach kritisiert worden.

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