Vatikan nennt Details zu mysteriösem Papst-Tod


Johannes Paul I. (M.) nach seiner Wahl am 26. August 1978 auf dem Balkon des Petersdoms Quelle: picture-alliance / dpa
Albino Luciani wurde im August 1978 zum Papst gewählt. Er nahm den Namen Johannes Paul an und versprach weitreichende Reformen. Nach 33 Tagen war er tot. Noch immer machen Mordgerüchte die Runde.

Von Thomas Jansen, Burkhard Jürgens | DIE WELT

Es war eine der kürzesten Amtszeiten der Papstgeschichte: Nur 33 Tage nach seiner Wahl starb Johannes Paul I. (1912–1978). Dennoch oder vielleicht gerade deswegen beschäftigt Albino Luciani auch heute noch Historiker und Verschwörungstheoretiker.

Johannes Paul I. war der erste Papst, der einen Doppelnamen wählte. Auch sonst brach er mit vatikanischen Gepflogenheiten. Bislang sagten Päpste, wie bei Monarchen üblich, „Wir“, wenn sie von sich sprachen. Johannes Paul I. sagte „Ich“. Auf die Papstkrone verzichtet er. Den tragbaren Papstthron benutzte er nur widerstrebend auf Drängen der Kurie. Auch für die Schweizergarde wurde das Leben bequemer: Der bis dahin verpflichtende Kniefall in Anwesenheit des Papstes entfiel. Als „lächelnder Papst“ gewann er schnell große Sympathien.

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