Der Missbrauchsbeauftragte der Regierung hat Unrecht – oder wie rede ich meine Kirche schön


Es gibt Kritik, die zutrifft – und doch nicht trifft. In diese scheinbar paradoxe Kategorie fallen die Vorwürfe, die der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, gegen die Deutsche Bischofskonferenz erhoben hat.

Joachim Frank | katholisch.de

Für deren interdisziplinäre Studie zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche hätten nicht alle Bistümer ihre Archive geöffnet, beklagte Rörig und sprach von einem fortdauernden Vorrang des Institutionen- und Täterschutzes vor dem Opferschutz.

Das klingt gut und – gerade nach den jüngsten Forschungsergebnissen aus dem US-Staat Pennsylvania – auch höchst plausibel. „Über Jahre und Jahrzehnte wurde sexuelle Gewalt an Kindern in kirchlichen Einrichtungen vertuscht, bagatellisiert und unter den Teppich gekehrt“, hielt Rörig fest.

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