Wenn Orden in den Krieg ziehen


© Bild: David Klammer/KNA
Dass ausgerechnet Ordensmänner in den Krieg ziehen, klingt sonderbar. Doch genau das war im Mittelalter der Auftrag der geistlichen Ritterorden. Bis heute sind sie Grundlage von Verschwörungstheorien und ganzen Filmplots.

Gabriele Höfling | katholisch.de

Sie hatten ein weit verzweigtes Netz von Besitzungen, waren effizient und erfolgreich in der Kriegführung: Die geistlichen Ritterorden, während der Kreuzzüge schon von weitem erkennbar durch das große Kreuz auf ihren Gewändern. Noch heute sind sie Gegenstand von Spekulationen und Verschwörungstheorien, liefern die Grundlage für ganze Filmplots. Manche geistliche Orden existieren in veränderter Form noch heute – so wie der Deutsche Orden, der in dieser Woche in Wien sein Generalkapitel abhält.

Templerorden als berühmtes Beispiel

Dass ausgerechnet Ordensmänner in den Krieg ziehen, mag erst einmal sonderbar klingen. Doch genau das war im zwölften und dreizehnten Jahrhundert der Auftrag der geistlichen Ritterorden. Dabei waren sie oft zunächst zu karitativen Zwecken gegründet worden. Der Deutsche Orden zum Beispiel war zunächst eine Hospitalbruderschaft, die sich um Verwundete kümmerte. Und auch der berühmte Templerorden – benannt nach dem Tempel in Jerusalem – sah es zunächst vor allem als seine Aufgabe, die Pilger im Heiligen Land vor Überfällen zu schützen.

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