Grüne und SPD kritisieren Seehofer-Vorstoß zu Religionsdebatte


Bundesinnenminister Horst Seehofer wirbt für eine neue Religionsdebatte. Als „unglaubwürdig“ kritisiert SPD-Vize Ralf Stegner den Vorstoß. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland und die EKD befürworten das Anliegen des Ministers.

evangelisch.de

Mit seinem Vorstoß für eine neue Religionsdebatte hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geteilte Reaktionen hervorgerufen. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) begrüßten Seehofers Initiative. SPD und Grüne äußerten dagegen Kritik.

„Die Wandlung vom Saulus zum Paulus ist im Falle von Horst Seehofer denkbar unglaubwürdig“, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag). Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht in dem Vorstoß des CSU-Vorsitzenden einen Versuch, sich von seiner offenbar gescheiterten „Politik der Konfrontation“ zu distanzieren. Sie sagte dem Blatt: „Jetzt versucht er umzusteuern und verkündet einen Dialog, den er erst ins Stocken gebracht hat.“ Seehofers Beitrag lese sich für sie so, „als ob er persönlich enttäuscht ist, dass seine privaten Überzeugungen nicht mehr die der Mehrheit inklusive der Kirchenleitungen sind“.

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