Rhein-Hunsrück-Kreis erstattet Strafanzeigen wegen Kirchenasyls


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die Staatsanwaltschaft in Bad Kreuznach bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis in insgesamt neun Fällen Strafanzeigen gegen Verantwortliche aus Kirchengemeinden gestellt habe, die zurzeit Kirchenasyl gewähren.

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Die Ermittlungsbehörde werde voraussichtlich in den kommenden Tagen entscheiden, ob sie ein formelles Strafverfahren einleite, sagte Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann. Auch die ins Kirchenasyl aufgenommenen Flüchtlinge seien wegen illegalen Aufenthalts angezeigt worden.

Die Koblenzer „Rhein-Zeitung“ berichtete, dass bereits im Juni ein Versuch der Kreisverwaltung gescheitert sei, ein Kirchenasyl im Rhein-Hunsrück-Kreis durch einen Polizeieinsatz aufzulösen. In dem Fall sei es um einen Sudanesen gegangen, der nach den Dublin-Bestimmungen zurück nach Italien gebracht werden sollte. Einen Tag vor der geplanten Abschiebung hatte das Mainzer Integrationsministerium den zuständigen Landrat Marlon Bröhr (CDU) angewiesen, auf Zwangsmaßnahmen gegen das Kirchenasyl zu verzichten.

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