Gigantischer Schuldenberg stellt Türkei in den Schatten


reuters / murat sezer Bankomaten in Istanbul: Für ihr Geld bekommen die Türken immer weniger. Dem Land drohen wegen der Dollarverschuldung der Unternehmen nun Finanzprobleme.
Die türkischen Dollarschulden haben ein Ausmaß wie vor der Bankenkrise im Jahr 2000 erreicht, warnt die US-Bank JPMorgan

Markus Bernath | derStandard.at

Für die türkische Wirtschaft beginnt der heiße Herbst bereits jetzt. Währungsverfall, Inflation und eine wie gelähmt erscheinende Zentralbank bringen die Führung in Ankara nach dem Ende der Sommerpause unter Druck. Die Lira setzte am Mittwoch nach einer längeren Phase der Stabilität in der zweiten Augusthälfte ihren Abstieg fort und näherte sich der Marke von 6,50 für einen Dollar. Die Ratingagentur Moody’s hatte zuvor die Bonität der türkischen Großbanken und der führenden Unternehmen des Landes wegen der sich abzeichnenden Schuldenprobleme herabgestuft.

Laut Moody’s stützen sich die türkischen Banken auf ein Kapital von 186 Milliarden Dollar (Stand Juni 2018), das in der US-Währung notiert ist. 41 Prozent davon oder 77 Milliarden Dollar müssten innerhalb der nächsten zwölf Monate refinanziert werden.

weiterlesen