„Feindliche Übernahme“ von Thilo Sarrazin: Ein Buch, das die Angst schüren will


Thilo Sarrazin (Bild: Richard Hebstreit, CC-BY)

Ich fange mal an mit: Sarrazin hat Recht. Wer den Koran liest, der ist nicht etwa von dessen Schönheit überwältigt, wie Navid Kermani uns glauben machen wollte, sondern eher angewidert von den dauernden Beschimpfungen gegen die, die dem Propheten nicht folgen. Wer sich die Mühe macht, die Stellen zu sammeln, die sich gegen die Ungläubigen wenden, die ihnen mit ewigen Höllenstrafen drohen, der wird eine stattliche Liste zusammenbekommen.

Von Arno Widmann | Berliner Zeitung

Sarrazin hat den Koran gelesen und ist entsetzt. Das hat etwas Rührendes. „Feindliche Übernahme – Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ heißt sein neues Buch (Finanzbuchverlag 495 Seiten, 24,99 Euro). Wenn er erklärt, der Koran kenne Liebe und Barmherzigkeit nur für die Gläubigen, dann stimmt das, aber hat Thilo Sarrazin auch einmal das Neue Testament danach befragt, was mit denen passieren wird, die Jesus nicht folgen?

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