Katholische Kirchen in Deutschland: 538 aufgegeben – 49 neu gebaut


Seit 2000 fielen deutschlandweit 160 katholische Kirchen dem Abrissbagger zum Opfer. Symbolfoto: Michael Bönte
Die katholische Kirche in Deutschland hat seit dem Jahr 2000 rund 540 Kirchengebäude und Kapellen aufgegeben. Von den 538 profanierten Gotteshäusern wurden 160 abgerissen und 142 verkauft, wie eine Umfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) unter den 27 Bistümern ergab. Alle zusammen oder deren Gemeinden unterhalten derzeit aber weiterhin fast 22.200 Kirchen und Kapellen – Hauskapellen nicht eingerechnet. Wegen rückläufiger Katholikenzahlen planen einige Diözesen weitere Einschnitte.

Kirche+Leben

Die meisten profanierten Kirchen meldet mit 80 das Bistum Magdeburg. Hierbei handele es sich aber überwiegend um Gottesdiensträume, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Gaststätten, Baracken oder Ställen eingerichtet wurden, um dem damaligen Vertriebenen-Zuzug gerecht zu werden. Kirchen im höheren zweistelligen Bereich haben auch die Bistümer Hildesheim (63), Münster (60), Essen (57), Trier (33) und Aachen (25) aufgegeben. 35 Kirchengebäude wurden in dem Zeitraum laut Umfrage anderen christlichen Konfessionen überlassen. Viele Kirchen dienen nun anderen Zwecken, etwa als Kita, Pflegeheim, Restaurant, Kulturraum oder Archiv.

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