Steigende Temperaturen und biblische Plagen


Zum Essen – und Fressen. Weizen verzehren nicht nur Menschen, sondern auch Insekten. je wärmer es wird, desto größer die Schäden.Foto: K. Ewing (CC BY 2.0)
Schon bei zwei Grad Celsius mehr im globalen Durchschnitt drohen massive Ernteausfälle durch Schadinsekten.

Von Roland Knauer | DER TAGESSPIEGEL

Wenn deutsche Bauern im Sommer des Jahres 2018 massive Ernteausfälle durch die Dürre beklagen, könnte das nur ein Vorgeschmack auf massive Probleme für die Ernährung der Weltbevölkerung im Klimawandel sein. Liefern doch die Getreidearten Weizen, Mais und Reis 42 Prozent der Energie, die heute rund 7,5 Milliarden Menschen auf dem Globus zu sich nehmen. Würden die Ernten weltweit insgesamt zurückgehen, könnten Hungersnöte drohen. Genau solche Einbußen wird aber ein globaler Temperaturanstieg mit sich bringen, und schuld wird eher nicht extremes Wetter, sondern werden extreme Insektenplagen sein.

46 Prozent mehr Schäden bei Weizen

Eine Studie, die zu diesem Resultat kommt, veröffentlichten Curtis Deutsch von der University of Washington in Seattle und seine Kollegen in der Fachzeitschrift „Science“: „Bereits heute verringern weltweit gefräßige Insekten, Krankheiten und Unkräuter die Ernten um ein Drittel“, fasst Markus Riegler von der Western Sydney University in Australien die derzeitige Situation in einem Kommentar in derselben Zeitschrift zusammen.

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