Ein Kurztrip in den Verschwörungssumpf


Für manche Menschen eine unheilvolle Bedrohung: Flugzeuge am Himmel Bild: dpa
Christian Alt und Christian Schiffer wollen Menschen von ihren Aluhüten befreien – flanieren dabei eher unbedarft zwischen Verschwörungstheorien.

Von Cornelius Dieckmann | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Autorenduo Christian Alt und Christian Schiffer plant einen Kurztrip in den Sumpf der Verschwörungstheorien – im Idealfall, ohne sich allzu sehr schmutzig zu machen. Dass dieser Plan naiv ist, räumen sie in der für das Buch charakteristischen selbstironischen Art anfangs gleich selbst ein: „Wir lesen uns Verschwörungswissen auf Wikipedia an, das wir dann dazu nutzen, um das Kartenhaus der irren Theorien mit einem gezielten Schlag zu Fall zu bringen.“

Denn je weiter sie auf das konspirationistische Terrain vordringen, desto deutlicher sehen sie, dass Menschen mit von Grund auf alternativen Weltbildern sich nicht von ein paar schnell gelieferten Fakten (die sie ja nicht als solche anerkennen) umstimmen lassen. Und dass – so die zentrale Einsicht des Buches – ein Ausflug in das „Land der Verschwörungstheorien“ kein spaßiges Kurzabenteuer ist.

Leider ist der Erzählton durchgehend süffisant gehalten („die krassesten Oberverschwörer ever“) und dadurch meist weniger auf präzise Prosa aus als auf clevere Punchlines.

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