Theologe warnt vor „Reichsbürgern“ in Pfarrämtern


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Klingelt ein sogenannter „Reichsbürger“ beim Pfarramt, ist laut dem Theologen Martin Hochholzer Vorsicht geboten: Mit einer bestimmten Masche versuche die Szene an Informationen für eigene Ausweise zu kommen.

katholisch.de

Vor Besuchen von „Reichsbürgern“ in Pfarrämtern warnt Theologe Martin Hochholzer. Es habe bereits Fälle gegeben, in denen „Reichsbürger“ dort aufgetaucht seien, um sich Geburtsurkunden abstempeln zu lassen, sagte Hochholzer am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Erfurt. Auf Grundlage der Urkunden versuchten die Sympathisanten der Szene, eigene Ausweise herzustellen.

Laut Verfassungsschutz soll es deutschlandweit schätzungsweise 18.000 „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ geben, Tendenz steigend. Rund 950 Personen gelten als rechtsextrem. Es sind zudem auch Waffennarren und Gewaltbereite zu finden. Sie alle eint, dass sie sich der Bundesrepublik beziehungsweise dem staatlichen Handeln aus unterschiedlichen Motiven heraus verweigern.

Hochholzer befasst sich seit längerem mit den „Reichsbürgern“. Er ist Referent für Sekten- und Weltanschauungsfragen bei der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral der Bischofskonferenz (KAMP) in Erfurt.

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