Seehofer erinnert an einen Feuerwehrmann, der Brände mit Benzin löscht


Die CSU verbrennt ihre absolute Mehrheit in einem Feuer, das sie selbst mitgeschürt hat. Schuld daran ist vor allem der Parteichef.

Von Heribert Prantl | Süddeutsche Zeitung

350 Führungskräfte der deutschen Feuerwehren treffen sich in der kommenden Woche in Berlin. „Retten – Löschen – Bergen“ heißt das Motto der Tagung, die sich unter anderem mit der Waldbrandgefahr in Deutschland und in Europa beschäftigt. Weil Horst Seehofer beim „13. Berliner Abend der Feuerwehren“ am Mittwoch die Festrede hält, liegt es nahe, das Thema, also die Waldbrandgefahr, und das Motto, also das Retten, Löschen und Bergen, ins Politische zu übertragen. In Bayern beginnt nämlich jetzt die heiße Phase des Landtagswahlkampfs – mit einer „Wahlarena“ der Spitzenvertreter der Parteien im Fernsehen und mit dem CSU-Parteitag am nächsten Samstag.

Die Lage war noch nie so ernst

Die CSU steht vor der vielleicht größten Niederlage ihrer Geschichte; die Umfragedaten sind schlecht bis desaströs, dafür steht die AfD, die mit den Grünen um Platz 2 konkurriert, ziemlich gut da. Zur CSU, die jahrzehntelang die Partei der absoluten Mehrheit war, fällt einem da der Satz ein, den Konrad Adenauer, der erste Kanzler der Republik, gern gebraucht hat: „Die Lage war noch nie so ernst“.

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