Sind Personaldokumente fälschungssicher?


Bild: Public Domain
Sind Personaldokumente aus Kunststoff sicherer als solche aus Papier? Welche sind besser vor Fälschungen geschützt und welche lassen sich sicherer überprüfen?

Christoph Jehle | TELEPOLIS

Diesen Sommer machte eine Meldung aus Baden-Württemberg die Runde, wonach im Südwesten immer mehr falsche Ausweispapiere entdeckt würden. Nach 1.600 Fällen im Jahre 2014, waren es 2015 1.800 und 2016 schon 2250, über die das Landeskriminalamt Baden-Württemberg berichtete. Dabei sei ein nachgemachter Personalausweis ab 300 Euro zu erhalten und ein Pass für bis zu 4.000 Euro.

Ob es sich dabei um Totalfälschungen oder um gefälschte Originaldokumente handelte, ging aus der Meldung nicht hervor. Nur zur Herkunft stellte man fest, dass zahlreiche falsche Ausweispapiere aus Osteuropa kämen, aus Bulgarien oder Rumänien. Da diese Fälschungen so gut seien, dass sie mit dem bloßen Auge nicht zu entdecken seien, werden sie zur Prüfung mit UV-Licht durchleuchtet.

Im Papier der Ausweise sind neben einem Wasserzeichen auch sogenannte Melierfasern enthalten, die unterschiedliche Eigenschaften und Farben aufweisen. Dieses Sicherheitsfeature kann jedoch nur in Papierdokumenten genutzt werden. Die heute bei Personalausweisen und Führerscheinen üblichen Kunststoffkarten im Kreditkartenformat bieten diese Möglichkeit nicht. Sie sind daher offensichtlich deutlich leichter nachzumachen, als ihre Verwandten aus Papier.

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