Sexuelle Vielfalt: KjG stellt sich gegen „Demo für alle“


© Bild: dpa/Boris Roessler
Werden Kinder durch Gender-Mainstreaming im Lehrplan verwirrt? Nein, sagt die Katholische junge Gemeinde im Erzbistum Köln. Für Verwirrung sorge es vielmehr, wenn nicht darüber gesprochen wird.

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Die Katholische junge Gemeinde (KjG) im Erzbistum Köln hat sich gegen das Aktionsbündnis „Demo für alle“ gestellt. Sexuelle Vielfalt sei Realität und eine entsprechende Sexualpädagogik daher nicht übergriffig, sondern notwendig, hieß es in einer Stellungnahme der KjG am Montag. Damit wolle man Behauptungen des Aktionsbündnisses widersprechen, dass Kinder durch Gender-Mainstreaming und Erzählungen über Regenbogenfamilien oder Transsexuelle verwirrt würden.

Verwirrt seien Kinder und Jugendliche vielmehr dann, „wenn sie keinen Zugang zu unterschiedlichen Geschlechterrollen und Lebensformen haben“, so die KjG weiter. Ebenso seien sie verwirrt, wenn „sie nur Heteronormativität kennen, dieser aber nicht entsprechen und anders empfinden“. Eine offene Thematisierung sexueller und geschlechtlicher Identität in Bildungseinrichtungen sei daher unverzichtbar. Schule habe bei Sexualität einen ergänzenden Bildungsauftrag, dem gut ausgebildete Lehrkräfte auch gerecht werden könnten. Geschlechtersensible Sexualpädagogik wirke Diskriminierung entgegen und schütze präventiv gegenüber sexualisierter Gewalt.

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