Innenministerium will nur mit Religionsgemeinschaften reden


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Innen- und Heimatminister Horst Seehofer will eine gesellschaftliche Debatte über Religion und Staat anstoßen. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) begrüßt diesen Vorstoß und fordert eine stärkere Berücksichtigung der Interessen nicht-religiöser Menschen in der politischen Entscheidungsfindung.

hpd.de

Durch das Grundgesetz ist die Bundesrepublik Deutschland als weltanschaulich neutraler Staat konstituiert. Artikel 140 schreibt die Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften vor.

Die gesellschaftliche und politische Realität sieht hingegen anders aus: Vor allem die christliche Religion und die traditionellen Kirchen bleiben stark privilegiert. Religionsfreie Menschen und ihre Interessenvertretung werden in die politische Debatte viel zu wenig eingebunden.
Der Humanistische Verband Deutschlands als anerkannte Weltanschauungsgemeinschaft hat deshalb in einem Schreiben das Bundesinnenministerium dazu aufgefordert, bei den geplanten Gesprächen über die Kooperationsbeziehungen zwischen dem Staat und den Kirchen auch andere Weltanschauungsgemeinschaften als Vertreter der wachsenden Zahl nichtreligiöser Menschen in Deutschland einzubeziehen.

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