Brandenburg will zurück in die Vergangenheit: Braunkohlemann als Wirtschaftsminister


Aktivisten von Ende Gelände außerhalb (vorne) und innerhalb des Geländes der RWE Power AG (hinten) im November 2017. Bild: Ende Gelände / CC BY-SA 2.0
Die Energie- und Klimawochenschau: Klimawandel bedeutet mehr Hunger. Die Regierung steht auf der falschen Seite; RWE verteidigt sein Recht auf Luftverschmutzung und Klimazerstörung

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Die Weltorganisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO hat einen neuen Report veröffentlicht. Im dritten Jahr in Folge sei die Zahl der hungernden Menschen angestiegen. 821 Millionen Menschen, etwa 10,9 Prozent der Weltbevölkerung, waren 2017 unterernährt. Im Vorjahr waren es noch 804 Millionen. Gegenüber dem Tiefstand von 2014 war das eine Zunahme von rund 37 Millionen Menschen.

Als Ursachen für diesen Anstieg listet die FAO kriegerische Konflikte, ökonomische Krisen und inzwischen auch Wetterextreme auf. Die britische Zeitung Guardian zitiert in diesem Zusammenhang UN-Ökonomen, die von einem „frühen Warnruf“ sprechen. Durch Wetterextreme verursachter Hunger sei auch in Ländern zu beobachten, in denen es keine sonstigen Krisen gäbe.

„Alarmierend an unserer Analyse ist, dass jetzt auch Klimavariabilität und -extreme zum Anstieg des Hungers beitragen“, gibt das Blatt die Einschätzung der Herausgeberin des Berichts, Cindy Holleman, wieder. Gemeint sei nicht nur Hunger im Zusammenhang mit Notfällen, sondern auch der chronische Hunger.

Die Anstrengungen, die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelversorgern robuster und weniger anfällig für die zunehmenden Wetterkapriolen zu machen, müssten daher verstärkt werden.

Wir stehen am Beginn einer sehr ernsten Situation. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Hunger in der Welt bis 2030 zu beenden. Doch das werden wir nur erreichen, wenn wir die neuen Herausforderungen angehen und diese neuen Herausforderungen heißen Klimavariabilität und -extreme.

Cindy Hollemann, FAO

Hunger sei vor allem in Ländern häufig, wo ein hoher Anteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhänge und diese besonders anfällig für Temperaturschwankungen und schwere Dürren ist. Probleme seien im letzten Jahr steigende Temperaturen in Agrarregionen gewesen, die die Erträge beeinträchtigten. Auch haben sich Niederschlagsmuster verschoben und in den letzten 20 Jahren habe sich die Zahl der Wetterkatastrophen wie Stürme, Überschwemmungen und Dürren verdoppelt.

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