Studie: „Keine Invasion aus Afrika“


Hinweisschild zur Immigration im Grenzgebiet zwischen Mali und Mauretanien; Bild: Gregor Rom / CC BY-SA 4.0
Der französische Demograph François Héran widerspricht kursierenden Vorhersagen einer massiven Migration aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara in europäische Länder

Thomas Pany | TELEPOLIS

Noch ist der Afrikanist und Journalist Stephen Smith hierzulande nur wenigen bekannt. Das dürfte sich bald ändern. Sein Buch „Nach Europa!: Das junge Afrika auf dem Weg zum alten Kontinent“ ist ab 1. Oktober auf Deutsch erhältlich. Der Titel sagt schon viel. Sein Thema, die Migration aus Afrika, ist verbunden mit Ängsten, die von Rechtsnationalisten politisch aufgeladen werden. Deren Kampfbegriffe dazu heißen „Großer Austausch“ (Renaud Camus) oder „Umvolkung“ (Akif Pirincci).

Smith prognostiziert, dass eine massive Migration aus Afrika Richtung Norden „unausweichlich“ ist. Europa werde 2050 aus 450 Millionen alternden Bewohnern bestehen, so gibt ihn die Schweizer NZZ wieder, „während Afrika von 2,5 Milliarden mehrheitlich jungen Menschen bewohnt sein wird“.

Nach Smiths Schätzungen, die auf einen Vergleich mit der mexikanischen Einwanderung in die USA beruhen, rechnet Smith damit, dass die Zahl der Afrikaner, die in Europa leben, von gegenwärtig etwa 9 Millionen bis zum Jahr 2050 auf 150 oder 200 Millionen im Jahr 2050 steigen könnte.

In Frankreich ist Stephen Smith längst als Journalist bekannt, da er bei liberalen Medien mit einem linken Anstrich wie etwa Le Monde oder Libération, gearbeitet hat. In die rechte Ecke kann man ihn nicht stellen, wie seine Aussagen aus den beiden oben verlinkten deutschsprachigen Medien deutlich machen. Sein Buch heißt auf Französisch „La ruée vers l’Europe“, wörtlich übersetzt: „Der Ansturm auf Europa“ und hatte dort auch Präsident Macron zum prominenten Leser.

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