Die Weltkirche wird sich grundlegend verändern müssen


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3.677 Opfer, mindestens 1.670 Täter: Diese Zahlen offenbart die neue Missbrauchsstudie der deutschen Bischöfe. Im katholisch.de-Standpunkt analysiert Jesuitenpater Klaus Mertes die derzeitige Kirchenkrise.

Klaus Mertes | katholisch.de

Die von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Studie ist vorab an die Presse durchgestochen worden. Man mag sich darüber ärgern, aber es ist auch ein Zeichen: Die Kirche verliert die Kontrolle und damit auch die Deutungshoheit über die Aufarbeitung von Missbrauch. Die Hamburger „Zeit“ legt nun die erste Deutung über „das Ausmaß des Verbrechens“ vor. Das Ergebnis ist deutlich, gerade auch in dem Maße, in dem die beiden Autorinnen des Artikels die wichtigsten Einsichten differenziert darstellen. Was bisher nur in Einzelstudien belegt war, wird durch die Zahlen nun in kompakter Form sichtbar und dadurch auch übertroffen. Zugleich bleibt festzustellen: Kommentiert werden können zunächst nur die Pressemeldungen über die Studie, nicht die Studie selbst. Das gilt auch für die folgenden Überlegungen.

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