Jedes Jahr sterben Millionen Vögel durch Stromleitungen und Windkraftanlagen


Vögeln können sowohl Stromleitungen wie auch Windturbinen gefährlich werden. (Jean-Christophe Bott / Keystone)
Die Verluste durch Stromschläge und Kollisionen lassen sich mindern. Und gerade Offshore-Anlagen können sogar als neue Habitate dienen – allerdings mit noch unbekannten Folgen für die Ökosysteme.

Katharina Dellai-Schöbi | Neue Zürcher Zeitung

Zoé wurde nur ein halbes Jahr alt. Die in Rheinfelden geborene Störchin wurde 2016 in Marokko unter einem Freileitungsmast gefunden. Tod durch Stromschlag, vermutet man bei der Gesellschaft Storch Schweiz. Ein Schicksal, das auch den unzähligen anderen Zugvögeln droht, die zurzeit wieder unterwegs in ihre Winterquartiere sind. Strommasten und Freileitungen dienen ihnen als Schlafplätze, als Warten – oder werden zur tödlichen Falle. Auch bei Windturbinen kommt es häufig zum sogenannten Vogelschlag. Weltweit dürften so jedes Jahr Millionen von Vögeln wegen Stromleitungen und Windkraftanlagen verenden. Verschiedene Massnahmen können hier aber die Verluste verringern. Und insbesondere Offshore-Windparks könnten für manche Arten sogar auch Vorteile haben.

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