KZ-Gedenkstätten auf Holocaust-Leugner vorbereitet


Häftlinge im KZ Sachsenhausen (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-78612-0008 / CC-BY-SA)
Die KZ-Gedenkstätten in Deutschland stellen sich verstärkt auf Besucher ein, die nationalsozialistische Verbrechen verharmlosen. „Die Grenzen des Sagbaren haben sich in den vergangenen Jahren eindeutig nach rechts verschoben“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Wie eine epd-Umfrage ergab, sind die Gedenkstätten auf Besucher vorbereitet, die bei Führungen mit einer rechtsextremen Weltanschauung auftreten oder gar den Holocaust leugnen.

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Am 10. Juli war es in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen zu massiven Störungen durch eine AfD-Besuchergruppe gekommen. Einige der Teilnehmer sollen NS-Verbrechen verharmlost und die Existenz von Gaskammern bezweifelt haben. Nach dem Vorfall wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Solche Störungen sind allerdings eher die Ausnahme. Das ergab eine bundesweite epd-Umfrage unter den Gedenkstätten, die an die Gräuel der NS-Zeit erinnern.

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