Prantl warnt Kirchen vor politischer Vereinnahmung


Der Journalist Heribert Prantl hat die Kirchen aufgefordert, sich gegen zunehmende politische Vereinnahmung zu wehren. Während in der Gesellschaft die „ausgeübte Religiösität“ zurückgehe, nehme zugleich die „Politisierung von Religion“ zu, sagte Prantl am Dienstag beim Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag in Augsburg.

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Prantl, der Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ist, nannte als Beispiel die von der bayerischen Staatsregierung im Juni 2018 eingeführte Regelung, im Eingangsbereich aller Behörden Kreuze aufzuhängen. „Dies ist keine Respektsbezeugung, das ist ein Missbrauch“, so Prantl: „Das ist die politische Instrumentalisierung einer religiösen Kernbotschaft.“

Das Kreuz sei „nicht Folklore, es ist kein religiöses Hirschgeweih“, erläuterte der Journalist. Es sei das „Symbol für Erlösung, Sinnbild des Leidens und der Herrschaft Christi.“

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