Der Luftkrieg der Killerdrohnen hat begonnen


US-Drohne. Bild: DoD
Erstmals hat eine MQ-9-Reaper-Drohne eine etwas kleinere Drohne abgeschossen und damit den Start des Drohnenluftkriegs eröffnet

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Der massive Einsatz der Killerdrohnen hat aus amerikanischer Seite mit dem Afghanistan-Krieg eingesetzt. Erstmals im Dezember 2001 feuerte eine Predator-Drohne zwei Hellfire-Raketen auf einen Konvoi fliehender Taliban-Kämpfer ab. Bei dem Angriff, an dem auch Kampfflugzeuge mitwirkten, sollen viele Taliban, darunter der Kommandeur Atef, getötet worden sein (Ferngesteuerte Waffensysteme senken die Angriffsschwelle). Schnell wurden Drohnen auch in weiteren Ländern eingesetzt, beispielsweise Ende 2002 im Jemen (Schuss aus der Ferne).

De Einsatz der Kampfdrohnen in Kriegen und Konfliktgebieten zur gezielten Tötung ließ diese zu einer Wunderwaffe machen. Mit der Bewaffnung konnte das bislang herrschende Zeitfenster zwischen der Entdeckung eines Gegners und dem Zuschlagen im Prinzip auf Sekunden verringert und damit geschlossen werden. Weltweit wurden in der Folge des demonstrierten Erfolgs in vielen Ländern Kampfdrohnen gebaut oder beschafft. Bislang beschossen in der Regel die großen Kampfdrohnen Ziele auf dem Boden oder sie wurden vom Boden aus abgeschossen. Es gab aber auch einzelne Fälle, in denen Drohnen bereits mit Luft–Luft-Raketen im Luftkrieg abgeschossen wurden. Das hat die israelische Luftwaffe beispielsweise mehrmals mit unbewaffneten Drohnen gemacht, die vermutlich von Hisbollah über israelisches Gebiet gesteuert wurden.

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