Evangelische Kirche plant keine eigene Studie zu Missbrauch


Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
In der kommenden Woche stellt die Bischofskonferenz eine umfassende Studie zu Missbrauch in der katholischen Kirche vor. Ein evangelisches Pendant dazu wird es nicht geben. Stattdessen soll das geschehen.

katholisch.de

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) plant derzeit keine vergleichbare Studie zu sexuellem Missbrauch wie die katholische Kirche. „Entsprechend der Struktur der evangelischen Kirche waren die Aufarbeitungsprozesse lokal und regional verortet“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Rom. Er verwies unter anderem auf den Abschlussbericht der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland von 2014 zum Missbrauchsskandal in Ahrensburg.

Im Übrigen müsse „jede Institution, auch Sportvereine und andere nicht-religiöse Vereinigungen, in ihrer eigenen Organisation die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen, um Kinder, Jugendliche und andere Schutzbedürftige vor sexueller Gewalt zu schützen“.

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