Säurenheiliger: Warum unterdrückte der Vatikan die Briefe zu Padre Pio?


Diese detaillierte Silikonmaske, angefertigt nach Fotos des gerade verstorbenen Padre Pio, ist heute über seinen Schädel gezogen Quelle: AFP/Getty Images
Der italienische Mönch Francesco Forgione soll im September 1918 mit Wundmalen Christi gezeichnet worden sein. Obwohl viele Fragen ungeklärt sind, stieg er zum beliebtesten Geistlichen Italiens auf.

Von Antonia Kleikamp | DIE WELT

Die Umfrage war eindeutig: 31 Prozent der Italiener beten gelegentlich oder sogar regelmäßig zu Padre Pio. Kein Heiliger wird öfter verehrt als der Kapuzinermönch – an zweiter Stelle folgte den repräsentativ hochgerechneten Ergebnissen von 2006 zufolge Antonius von Padua und erst an dritter Stelle die Heilige Jungfrau Maria. Allein in Italien gibt es mehr als 2300 Gruppen, die sich an Padre Pios Spiritualität orientieren, weltweit noch Hunderte mehr. Wie kam es dazu?

Am 20. September 1918, so jedenfalls heißt es in der offiziellen Darstellung, seien am Körper des damals gerade 31-jährigen Priesters und Kapuzinermönches Francesco Forgione, Ordensname Pio, auf einmal fünf Wundmale aufgetreten: große Narben in beiden Handflächen, beiden Füßen sowie seitlich am Brustkorb.

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1 Comment

  1. Warum der Vatikan das unterdrückt ? Weil denen die Wahrheit nicht in den Kram passt und geschäftsschädigend sein könnte. Der ein oder andere Dumme könnte dann ja aufwachen. Wie der Verlauf der Kirchengeschichte zeigt, dürfte die Gefahr allerdings nur gering sein.

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