„Marsch für das Leben“ in Berlin: Bunt ist lauter


Hexenprotest gegen Abtreibungsgegner: „Nehmt euer Kreuz aus unserem Uterus“ Foto: dpa
Rund 5.000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Abtreibung und Sterbehilfe. Der Gegenprotest ist kreativ – und lauter.

Patricia Hecht | taz.de

Schweigend und in Stille durch Berlin zu ziehen hat nicht geklappt: Der Marsch der sogenannten LebensschützerInnen am Samstag wurde fast über die gesamte Strecke von kleineren und größeren Gegenprotesten begleitet. Eine Sitzblockade führte kurzzeitig dazu, dass die TeilnehmerInnen des „Marschs für das Leben“ nur an einer Straßenseite langsam weiter gehen konnten. Immer wieder tauchten zudem flashmobartig Grüppchen von zehn, zwanzig Menschen auf, die „My body, my choice“ skandierten oder „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!“.

Rund 5.000 Menschen waren laut Polizeiangaben zur bundesweit größten Kundgebung der Pro-Life-Szene vor dem Berliner Hauptbahnhof gekommen, die der Bundesverband Lebensrecht veranstaltet. Dessen Ziele: Gegen Abtreibung und Sterbehilfe mobil zu machen. Unionsfraktionschef Volker Kauder sendete wie schon in den vergangenen Jahren ein Grußwort, ebenso verschiedene evangelische Bischöfe und die Deutsche Bischofskonferenz. Auch viele Mitglieder der AfD waren offenbar vor Ort, wie der Vorsitzende der Christen in der AfD, Joachim Kuhs, der der taz sagte: „Wir stehen hinter dieser Sache.“ Der Marsch gibt sich betont überparteilich, hat aber stabile Verbindungen unter anderem zur AfD.

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