Unis halten Studienergebnisse zurück


Längst nicht jedes Studienergebnis wird wie vorgeschrieben im EU-Register veröffentlicht. © Scanrail/ istock
Mangelnde Transparenz: Die Ergebnisse klinischer Studien müssen laut EU-Gesetz in einem zentralen Register öffentlich gemacht werden. Doch eine Auswertung zeigt nun: Tatsächlich findet das nur bei der Hälfte der Untersuchungen mit Arzneimitteln statt. Besonders schlecht stehen dabei nichtkommerzielle Forschungseinrichtungen wie Universitäten da – sie hielten sich nur in elf Prozent der Fälle an die geltende Regel. Pharmafirmen schnitten dagegen bedeutend besser ab.

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Klinische Studien bilden die Grundlage für Arzneimittelzulassungen und Entscheidungen der Gesundheitsbehörden. Ergebnisse aus solchen Untersuchungen nicht zu veröffentlichen, ist daher kein Kavaliersdelikt. Schließlich lässt sich der Nutzen medizinischer Maßnahmen nur auf Basis vollständiger Daten richtig abschätzen. Doch genau die stehen Entscheidungsträgern häufig nicht zur Verfügung. So ist beispielsweise schon lange bekannt, dass Studien mit negativen Ergebnissen oft zurückgehalten werden und durch diesen Publikationsbias ein verzerrtes Bild entstehen kann.

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