Missbrauchsstudie: Dodo Marx kündigt Konsequenzen an – will er zurücktreten?


Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Alle „Selbstherrlichkeit von Amtsträgern der Kirche“ müsse überwunden werden: Die deutschen Bischöfe haben in Fulda erste Konsequenzen aus der Missbrauchsstudie angekündigt. Kardinal Marx stellte sie am Donnerstag vor – und sprach über weitere Themen der Vollversammlung.

Von Gabriele Höfling, Thomas Jansen, Roland Müller, Steffen Zimmermann | katholisch.de

Zum Ende der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe in Fulda hat Kardinal Reinhard Marx erste Konsequenzen aus der Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche angekündigt. Diese stellte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstag in Fulda vor.

Die Bischöfe wollen externe, unabhängige Anlaufstellen für Betroffene sexuellen Missbrauchs schaffen, die zusätzlich zu den diözesanen Ansprechpartnern arbeiten. Sie wollen die Personalakten ihrer Kleriker künftig nach einem standardisierten System führen. Außerdem wollen sie bei der künftigen Aufarbeitung die Betroffenen und externe Fachleute einbinden. Es soll ein überdiözesanes Monitoring für Intervention und Prävention eingerichtet werden und das Verfahren für Entschädigungszahlungen „fortentwickelt“ werden. Außerdem will die Bischofskonferenz einen Gesprächsprozess eröffnen über den Zölibat und „verschiedene Aspekte der katholischen Sexualmoral“. Schließlich soll auch geklärt werden, wer über die Täter hinaus institutionell Verantwortung am Missbrauch getragen habe.

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