Tropenmediziner fordert Tests von Blutkonserven auf das West-Nil-Virus


In Deutschland breiten sich das West-Nil- und das Usutu-Virus aus. Übertragen werden sie von heimischen Mücken, Infektionen bleiben aber oft unerkannt. Ein Tropenmediziner forderte eine Diskussion über die Sicherheit von Blutspenden.

Neue Zürcher Zeitung

Angesichts der Ausbreitung des West-Nil-Virus und verwandter Erreger in Deutschland spricht sich ein Tropenmediziner für eine neue Diskussion zur Sicherheit von Blutkonserven aus. «Blutspendedienste müssen sich damit in Zukunft stärker auseinandersetzen», sagte Jonas Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) der Deutschen Presse-Agentur. Bis Mittwoch registrierten Forscher den Erreger des West-Nil-Fiebers bundesweit bei insgesamt sieben Vögeln und einem Pferd, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte.

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