Alle trinken plötzlich Ayahuasca. Die Sehnsucht nach einem achtsamen Leben hat die Drogen erreicht


Bild:Mauritius
Die Sehnsucht nach einem achtsamen Leben hat die Drogen erreicht. Ayahuasca heisst der psychedelisch wirkende Tee aus dem Amazonasgebiet, der zunehmend in der Schweiz konsumiert wird. Auch die Zürcher Psychiatrie erforscht nun die Substanz.

Birgit Schmidt | Neue Zürcher Zeitung

Dieser Sommer schien eine einzige grosse Tee-Party zu sein. Überall Ayahuasca – ein Pflanzengebräu aus Südamerika mit halluzinogener Wirkung. Ein «Tee», mit dem man bewusstseinserweiternde Erfahrungen machen kann.

In einer Rundmail kündigte eine Bekannte ein Zeltcamp im Emmental an, wo die nächste «Zeremonie» stattfinden sollte. An einem Fest erzählte der Tischnachbar von Ritualen in einem alten Stall im Jura, an denen er teilnahm. Jede dritte Yogalehrerin scheint das spirituelle Erlebnis inzwischen ergänzend zu ihren Kursen anzubieten, man muss sich nur umhören. Der Anwalt Alexis Kaiser, der bei Rechtsfragen rund um den verbotenen Ayahuasca-Konsum berät, geht von rund zehn Ayahuasca-Zeremonien pro Wochenende in der Schweiz aus. An einer Zeremonie nehmen bis zu 30 Leute teil.

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