Die Uhr tickt – Klimaforscher präsentieren Report zu 1,5-Grad-Ziel


(Bild: Albert Häsler )
Lässt sich die Erderwärmung überhaupt noch auf 1,5 Grad beschränken? Der Weltklimarat berät in Südkorea über dieses ehrgeizige Ziel.

Von Dirk Godder | heise online

Die Kohlendioxid-Uhr beim Klimaforschungsinstitut MCC in Berlin tickt unbarmherzig. Sie zeigt, wie viele Tonnen an CO2 noch ausgestoßen werden dürfen, will der Mensch die Erderwärmung auf 1,5 Grad beziehungsweise 2 Grad beschränken. Gibt man das 1,5-Grad Ziel ein und wählt ein mittleres Szenario, ist die Uhr auf der MCC-Website seit ein paar Wochen gerade abgelaufen. Demnach dürfte gar kein CO2 mehr produziert werden, es müsste sogar wieder welches aus der Luft geholt werden. Beim 2-Grad-Ziel darf die Menschheit noch rund 17 Jahre CO2 produzieren – insgesamt 720 Gigatonnen.

Dieses Szenario beruht auf Daten des jüngsten Reports des Weltklimarates IPCC von 2014 und ist eines von vielen ähnlichen, die Forscher in den vergangenen Jahren erstellt haben. Ob die Menschheit die Erderwärmung vielleicht doch noch bei 1,5 Grad bremsen kann und was dazu alles zu tun ist, das will der Weltklimarat nun in einem Sonderreport erläutern.

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