„Erzieherinnen haben einen Bildungsauftrag – keinen Verkündigungsauftrag!“


Bild: Deutscher Kitaverband

 

Konfessionelle Träger stellen derzeit mehr als die Hälfte aller nichtstaatlichen Kitaplätze. Bislang hatten kleinere gemeinnützige oder privatgewerbliche Anbieter bundesweit kaum eine Chance, sich gegen das „bilaterale Kartell“ des Staates und der großen Wohlfahrtsverbände durchzusetzen. Mit der am Mittwoch erfolgten Gründung des „Deutschen Kitaverbandes“, der sich für freie, unabhängige Träger einsetzt, könnte sich dies ändern.

 

Von Florian Chefaihpd 

 

Waltraud Weegmann, Geschäftsführerin der Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH in Stuttgart, die von den 18 Gründungsmitgliedern des neuen Verbandes zur Vorsitzenden gewählt wurde, erklärte dazu: „Endlich gibt es eine Vertretung der freien unabhängigen Kita-Träger auf Bundesebene. Es ist ein toller Erfolg, dass wir auf Anhieb 20.000 Kitaplätze repräsentieren. Wir vertreten kleine, mittlere und große Träger gleichermaßen und haben eine gute regionale Mischung. Das ist eine sehr gute Basis, auf der wir aufbauen und weiter machen wollen.“

Während der zweitägigen Gründungsveranstaltung kamen 80 Trägervertreter aus ganz Deutschland in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung und im Deutschen Bundestag zusammen. Die Themen Vielfalt, Gleichberechtigung und Qualität in der Kita-Landschaft wurden aus philosophischer, ökonomischer und politischer Sicht diskutiert. Gesprächspartner waren der Schriftsteller und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Dr. Michael Schmidt-Salomon, Prof. Dr. Axel Plünnecke vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln sowie die Bundestagsabgeordneten Grigorios Aggelidis (FDP), Norbert Müller (Die Linke), Sönke Rix (SPD) und Marcus Weinberg (CDU).

 

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