Das Männerbündische und der Klerikalismus sind ein Problem


Wie kann das kirchliche Klima dahingehend verändert werden, dass der Männerclub keine Verklemmten mehr anzieht? (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Die Studie zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche liegt vor. Fast jeder 20. Priester habe sich in den vergangenen 70 Jahren der Banalität des Bösen ergeben, kommentiert Andreas Main. Die Kirche müsse als Konsequenz das Risiko reduzieren, das von ihren Mitarbeitern ausgeht.

Von Andreas Main | Deutschlandfunk

Es war einmal: Religiöse Menschen vertrauten ihre Kinder einem Profi an, der verspricht, er könne Orientierung anbieten. Jemand, der jenseits aller Moden und Aufgeregtheiten jungen Menschen Anstöße gibt, wie sie ihr Leben meistern, wie sie Befreiung und Heilung finden können – trotz aller Brüche oder Ängste. Es war einmal der Priester, der jungen Menschen etwas eröffnen konnte jenseits unserer Banalitäten. Diese schöne Geschichte hat ein jähes Ende gefunden.

Fast jeder 20. Priester in Deutschland hat sich in den vergangenen 70 Jahren der Banalität des Bösen ergeben, so die jetzt vorliegende wissenschaftliche Studie, in Auftrag gegeben von der Deutschen Bischofskonferenz. Demnach sind mindestens 1.670 Priester in den vergangenen 70 Jahren übergriffig geworden. Diese Priester haben den Vertrauensvorschuss ausgenutzt, haben Kindern körperliche und seelische Gewalt angetan. Sexueller Missbrauch ist widerlich. Immer – und erst recht, wenn begangen von Klerikern.

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1 Comment

  1. Es ist wie beim Diesel-Skandal, beim Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt, beim Umweltschutz, den Banken …usw. … die verantwortlichen Kriminellen und Politiker zerquatschen, verzerren und vertuschen die Skandale über Monate, Jahre, ja Jahrzehnte (siehe katholische Pädophilie und Jugendmissbrauch), die Medien quatschen alle durcheinander, die Politiker quatschen zielsicher an den Tatsachen vorbei und lügen ihre Wähler an dass sich die Balken biegen, und das Volk hat das ganze Gequatsche irgendwann dermassen dicke, dass es ihm sowieso alles schXXXXegal ist. Die Umsätze von VW und Co. sind hervorragend, die Weihnachtsmarktopfer ruhen in der Erde und die Noch-Job-Besitzer in und um die Braunkohle bilden fleißig weiter neuen Nachwuchs aus, die Banken machen den alten ScheiXXX weiter …

    Irgendwann – also in weiteren fünf oder zehn Jahren – da sind sich der Papst und die Bischöfe aber sowas von sicher, sind ihre Sauereien im Namen des HERRN dermaßen zerquatscht, krumm- und schiefgequatscht, dass sich die Aufregung abgeregt hat und die Kirchen zu ihrer alten „christlichen Qualität“ ungeniert zurückkehren.

    https://volkundglauben.blogspot.com/2018/09/die-missbrauchstudie-und-die-folgen.html

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