Barley: Kirche muss Akten und Archive öffnen


Bild: © Thomas Köhler / photothek
Bundesjustizministerin Katarina Barley fordert von der katholischen Kirche, alle Akten zum Missbrauch in der Kirche zugänglich zu machen. Zugleich äußerte sie harte Kritik an den deutschen Bistümern.

katholisch.de

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) pocht nach der Veröffentlichung der Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland darauf, dass alle Unterlagen zu diesem Thema durch die Bistümer offen gelegt werden. „Natürlich erwarte ich von der Kirche, dass sie ihre Akten zugänglich macht“, sagte die Politikerin der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag).

Zugleich übte Barley harte Kritik an der Vertuschung von Kindesmissbrauch durch die Diözesen. „Akten zu manipulieren, um jemanden vor der Strafverfolgung zu schützen, kann eine strafbare Handlung sein. Das wird in der Regel den Tatbestand der Strafvereitelung erfüllen und kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden“, betonte die Ministerin. Der Rechtsstaat akzeptiere keine Geheimarchive.

weiterlesen