Der Himmel leuchtet


Das diffuse blaue Leuchten zeigt das für uns unsichtbare Wasserstoffglühen – es füllt nahezu den gesamten Himmel. © ESA/Hubble & NASA, ESO/ Lutz Wisotzki et al.
Das überrascht selbst die Astronomen: Der gesamte Himmel ist von einem schwachen, für unsere Augen unsichtbaren Leuchten erfüllt. Es stammt von enormen Wolken aus Wasserstoffgas, die ferne Galaxien umgeben. Entdeckt haben die Forscher diese sogenannte Lyman-Alpha-Emission erst mithilfe eines besonders sensiblen Spektrographen, denn das Glühen der diffusen Wasserstoffwolken ist extrem schwach, wie die Astronomen im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Wasserstoff ist das Urelement unseres Universums: Schon kurz nach dem Urknall war dieses Gas präsent und bildete den Baustoff für alle Sterne und Galaxien. Bis heute sind die meisten Galaxien von Wasserstoffhüllen umgeben und auch zwischen den Sternen finden sich ausgedehnte Wolken dieses Urgases. Erkennbar ist es an der sogenannten Lyman-Alpha-Emission. Diese Strahlung wird frei, wenn Wasserstoffatome durch Energiezufuhr angeregt werden und bei Rückkehr in den Grundzustand diese Energie als UV-Strahlung mit der Wellenlänge 121,6 Nanometer abgeben.

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