Wie weltfremd muss Frau Ateş sein?


Gebet in der Moschee © Brian Jeffery Beggerly @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Ist der „Tag der offenen Moschee“ am 3. Oktober eine Provokation und ein Zeichen mangelnder Integration? Dieser Ansicht ist Seyran Ateş. Thomas M. Schimmel, Koordinator der Langen Nacht der Religionen in Berlin hält in seinem MiGAZIN-Gastbeitrag dagegen.

Thomas M. Schimmel | MiGAZIN

Die Äußerungen von Seyran Ateş im Deutschlandfunk zum Tag der offenen Moschee sind unsäglich. Man sollte sie eigentlich nicht weiter kommentieren, wenn sie nicht eine so gefährliche Wirkung hätten. Frau Ateş Äußerungen machen erneut deutlich, dass sie gesellschaftspolitisch vollkommen unbedarft ist und dass es ihr mehr um ihren Geltungsdrang als um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft geht.

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1 Comment

  1. Spannende Frage.

    Da ließe sich doch ein Kriterienkatalog entwickeln …

    … WENN eine deutsche Moscheegemeinde oder ein Islamverband wirklich die Integration ins Grundgesetz (GG) aktiv vorantriebe und insbesondere die Gleichberechtigung der Frau nicht im Namen des Primats von „Koran und Sunna“ (Scharia; Fiqh) aufweichen wollte …

    … WENN man islamisch das in der BRD für alle geltende Heirats- bzw. Eherecht bejahte (18 Jahre statt neun islamrechtliche Jahre) …

    … WENN man die islamische Pflicht zum Hidschab (Schleier) jedem Mädchen ab der Pubertät nicht länger auferlegen würde, …

    … DANN gäbe es in- wie außerhalb der Moscheen landauf landab schwarzrotgoldne Gemeinsamkeiten zu feiern.

    DANN sähe auch ich keine Provokation.

    .

    So aber liegt die mutige Seyran Ateş einstweilen gar nicht so falsch.

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