Hambacher Forst: Die neue Kohlebewegung


Bild: G. Wustmann/TP
Die Energie- und Klimawochenschau: Proteste, Kohleausstieg, Nachrüstung für Diesel-PKW, Smog und Feinstaub

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Im rheinischen Braunkohlerevier, westlich von Köln, geht die Auseinandersetzung um den Hambacher Forst weiter. Der Energiekonzern will dort schon in den nächsten Wochen mit dem Roden beginnen, um seinen Tagebau Hambach auszuweiten. Allerdings wurde auch im September schon mancher Baum gefällt, in einer Zeit, in der dies explizit verboten war. Vorwand war die Räumung des Waldes, für die wiederum nach sechs Jahren Besetzung sehr unvermittelt – und als politisches Manöver mehr als durchsichtig – der Brandschutz zur Begründung herangezogen wurde.

Am vergangenen Wochenende wuchs sich, wie berichtet, der regelmäßig stattfindende von einem Förster angeleitete Waldspaziergang zu einer der bisher größten Demonstration gegen den Braunkohletagebau aus. Die Aachener Zeitung zitiert Polizeiangaben, die von 10.000 Teilnehmern sprechen.

Am kommenden Samstag könnten es noch mehr werden. Seit vielen Wochen mobilisieren Umweltverbände wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) im ganzen Land für eine bundesweite Demonstration an dem umkämpften Waldstück. Die Veranstalter erwarten mindestens 20.000 Teilnehmer. Selbst im entfernten Berlin wird an mancher Plakatwand und an manchem Stromkasten auf Plakaten für die Demonstration im Rheinland geworben.

Der Energiekonzern provoziere und lege mit der geplanten Rodung die Axt an die Kohlekommission an, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf der Organisatoren. Diese solle über einen Kohleausstieg und kluge Konzepte beraten, wie dieser sozial abgefedert werden könne.

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