Steinmeier warnt vor Spirale aus Tabubrüchen und Empörung


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, auf Provokationen von Populisten immer wieder mit Empörung zu reagieren. Auf inszenierte Tabubrüche folge oft als Gegenreaktion die moralische Zurechtweisung – „und beides trägt dann zur weiteren Polarisierung bei“, sagte Steinmeier am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung im Schloss Bellevue in Berlin. Er wolle dazu anregen, diese „Spirale“ zu durchbrechen.

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Steinmeier rief dazu auf, Hass nicht nur zu beklagen, sondern seine Ursachen auszuleuchten und zu ergründen. „Man sollte annehmen, dass starke Gefühle ihre Gründe haben“, sagte Steinmeier.

Gefühle hätten schon immer Menschen in Bewegung gesetzt und seien von politischen Kräften genutzt worden. Heute erlebe man, wie eine vielleicht neue Generation von Populisten Gefühle von Angst und Verunsicherung zu nutzen versuche, um Ressentiments zu schüren und die liberale Demokratie als Ganzes anzugreifen, sagte Steinmeier.

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