Massive Kritik am Hassreport von Jan Böhmermanns Netzbewegung “Reconquista Internet”


Der Satiriker Jan Böhmermann hat „Reconquista Internet“ ins Leben gerufen. Bild: meedia.de
Der am Montag veröffentlichte „Hassreport“ von Jan Böhmermanns Netzbewegung „Reconquista Internet“ zieht größere Kreise, als es den Machern lieb ist. Die Initiative „Hooligans Gegen Satzbau“ kritisiert das 129 Seiten lange Dokument, indem exemplarisch fünfzig „Schmutz-Tweets“ und Hassnachrichten gelistet sind. In dem Report tauchen unter anderem Name und Adresse eines Tatverdächtigen von Chemnitz auf.

Von Robert Tusch | meedia.de

“Die heutige Aktion von Reconquista Internet verurteilen wir massiv”, schreibt die Netzinitiative “Hooligans Gegen Satzbau” (HoGeSatzbau) auf Facebook. Die Seite mit mehr als 158.000 Fans war als Reaktion auf “Hooligans gegen Salafisten” entstanden und greift mit Satire und Ironie besonders menschenverachtende und nationalistische Aussagen im Netz auf. Zum Report von Böhmermanns Netzaktivisten, der zum Melden von Hassposts aufrief, heißt es weiter: “Es wurden mit einem eigentlich guten Ansinnen in einem Hassreport die Adresse des tatverdächtigen Messerstechers von Chemnitz veröffentlicht, vervielfältigt und verbreitet, was einen Straftatbestand darstellt.”

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