Genveränderte Insekten könnten Landwirtschaft und Kriegsführung beinflussen

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Forscher der Max-Planck-Gesellschaft befürchten, dass Pflanzenviren als Biowaffen eingesetzt werden könnten.

kurier.at

Über biologische Waffen und ihre Wirkung ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Ein Programm der Forschungsbehörde des amerikanischen Verteidigungsministeriums weckt nun die Befürchtung, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zur biologische Kriegsführung missbraucht werden könnte. Mit „Insect Allies“ – „Alliierte/Verbündete Insekten“ – sollen Insekten als Transportmittel für Pflanzenviren dienen und diese auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen übertragen. Die Viren können das Erbgut der betroffenen Pflanzen mittels sogenannter Genomeditierung verändern. Auf diese Weise ließen sich bereits auf den Feldern wachsende Pflanzen wie Mais oder Tomaten schnell und in großem Stil genetisch verändern. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön sowie der Universitäten Freiburg und Montpellier weisen in einer Aussendung darauf hin, dass ein solches System relativ leicht manipuliert und als biologische Waffe eingesetzt werden kann. Ihr Artikel ist auch im Fachmagazin Science erschienen.

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Sarrazin im Interview: „Es gibt nichts Positives am Islam“

© Bild: Kurier/Gerhard Deutsch
Am Freitag gastierte der Bestseller-Autor in Wien, um sein umstrittenes Buch „Feindliche Übernahme“ vorzustellen.

kurier.at

KURIER: Herr Sarrazin, Ihr selbst gesetzter Anspruch ist, dass Sie Ihr neues Buch „Feindliche Übernahme“ – sine ira et studio – also ohne Zorn und Eifer geschrieben haben. Doch am Ende bleibt der Leser mit einer äußerst großen Verunsicherung gegenüber dem Islam zurück. Können Sie wirklich guten Gewissens behaupten, „ohne Zorn und Eifer“ geschrieben zu haben?

Thilo Sarrazin: Das kann ich guten Gewissens behaupten. Die Tonalität des Buches ist sehr nüchtern gewählt, aber die Zusammenstellung und die Wirkung der Fakten ist dramatisch. Die Situation ist mit einem Bergsteiger vergleichbar, der in eine prekäre Situation geraten ist. Auch er muss den Status quo nüchtern beurteilen, deswegen lässt ihn die Konstellation aber emotional nicht unberührt. So verhält sich das auch mit dem Inhalt meines Buches.

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Ist Kriegführen menschlich?

Das 20. Jahrhundert wird als eines der kriegerischsten in die Geschichte der Menschheit eingehen. Und doch ist es nur eine blutige Fortsetzung von 14.600 kriegerischen Konflikten in den letzten 5.600 Jahren. Sind Kriege „normaler“ als Frieden?

Geseko von Lüpke | BR24

Krieg ist etwas, das wir in Deutschland gegenwärtig zum Glück nur aus dem Fernsehen kennen. Schließlich leben wir seit vier Generationen im Frieden. Vielleicht nehmen wir ihn deshalb als viel zu selbstverständlich – „normal“?

Tatsächlich markieren Zerstörung, Gewalt und Kriege alle Wendepunkte der Geschichte. Krieg bestimmt die Denkmuster von Aristoteles Logik der Gegensätze, Darwins natürlicher Auslese, Karl Marx’ Klassenkampf und Siegmund Freuds Unterdrückung des Es durch das Ich und das Über-Ich.

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Eine Alternative für Juden?

Bild: © dpa/Frank Rumpenhors
Mehrere jüdische Parteimitglieder wollen an diesem Sonntag in Wiesbaden eine eigene Vereinigung „Juden in der AfD“ gründen. Schon im Vorfeld sorgt die geplante Gruppe bundesweit für Irritationen und heftige Kontroversen. Was ist das Ziel der „Juden in der AfD“? Und wer gehört der Vereinigung an?

Von Steffen Zimmermann | katholisch.de

Anfangs dachten wohl die meisten an einen Scherz. Doch an diesem Sonntag will die AfD tatsächlich einen Arbeitskreis für jüdische Parteimitglieder gründen. „Juden in der AfD“ nennt sich die Vereinigung, die schon vorab für Kopfschütteln und harsche Kritik gesorgt hat.

Zuletzt warnten am Donnerstag 17 jüdische Organisationen und Verbände vor der Partei. In einer gemeinsamen Erklärung, der sich unter anderen der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Bund traditioneller Juden und die Allgemeine Rabbinerkonferenz angeschlossen haben, heißt es: „Die AfD ist eine Partei, in der Judenhass und die Relativierung bis zur Leugnung der Schoah ein Zuhause haben. Die AfD ist antidemokratisch, menschenverachtend und in weiten Teilen rechtsradikal.“ Die Partei versuche zwar, mir ihrer vermeintlichen Verbundenheit mit Israel und ihrer angeblichen Sorge um die Sicherheit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland zu punkten. Doch die Partei sei „ein Fall für den Verfassungsschutz, keinesfalls aber für Juden in Deutschland“.

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NGO-Schiff Mare Jonio vor Libyens Küste: Beobachten und Retten

Bild: sea-watch.org / Presse
Der italienische Innenminister Salvini hat möglicherweise übersehen, dass Tote zählen

Thomas Pany | TELEPOLIS

Es hat sich etwas verändert. Das Politikum ist nicht mehr, wie viele Bootsflüchtlinge von Libyen nach Europa kommen, sondern wie viele im Mittelmeer sterben oder verschwinden. Die Frage, wie sie die Zeit in der Debattenhitze am 12. Juli zur Seenotrettung im Mittelmeer stellte: „Oder soll man es lassen?“, ist gute zwölf Wochen später einem sehr viel kälteren Licht ausgesetzt.

Zwar kann man nach wie vor, wie Miriam Lau es damals in ihrem Artikel tat, zur Diskussion stellen, inwieweit Retter das Problem vergrößern, weil sie keine Rücksicht darauf nehmen, wie die Gesellschaft in Italien mit den Hundertausenden Migranten umgehen, die sie im Laufe der Jahre mit ihren Rettungsschiffen in italienische Häfen gebracht haben.

Und es gibt eine lange Liste von nicht erledigten und nicht kleinen Schwierigkeiten, die auch nicht einfach zur Seite gelegt werden kann, die mit der Neuankunft der vielen Migranten in Italien in den letzten Jahren zu tun hat.

Über diese Konsequenzen ihrer Arbeit wollten sich die Seenotretter in ihren öffentlichen Aussagen aber nur selten, wenn überhaupt äußern. Ihr Selbstbild schöpfte rein aus dem Guten. Dass es da schwierige Stellen gibt, hat Lau in ihrem Artikel herausgearbeitet.

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Von der Postdemokratie in den Vorfaschismus

Grafik: TP
Die zunehmende Kumpanei zwischen autoritärem Staat und braunem Mob ist Ausdruck der rasch voranschreitenden Faschisierung der Bundesrepublik Teil 1

Tomasz Konicz | TELEPOLIS

Die Realität im Deutschland des Jahres 2018 ist absurder als jede Satire. Als die ersten Gerüchte darüber aufkamen, dass Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen aufgrund der Verbreitung rechtsextremer Narrative zu den pogromartigen Ausschreitungen in Chemnitz sein Amt verlieren würde, tauchten in den sozialen Netzwerken die üblichen Parodien auf, die notorische Rechtspopulisten und Rechtsextremisten als potenzielle Nachfolger Maaßens handelten.
Kein einziger Satiriker kam aber auch nur auf die Idee, dass der oberste „Verfassungsschützer“ der Bundesrepublik für seinen offenen Flankenschutz für Rechtsextremisten auch noch zum Staatssekretär befördert werden sollte. Um das absurde Theater in der braun anlaufenden Bananenrepublik Deutschland zu komplettieren, wurde nach langen Auseinandersetzungen schließlich der Posten eines Frühstückdirektors eigens für Herrn Maaßen geschaffen. Der scheidende „El Presidente“ des Verfassungsschutzes wird sich künftig in Seehofers Innenministerium um die „innere Sicherheit“ der Bundesrepublik kümmern.

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Innovative Single-Person Spacecraft Design Passes Leak Test

Artist’s conception of the Genesis single-person spacecraft Credit: W. Myers
A spacecraft designed to eventually replace many spacewalking astronaut activities passed two key pressure tests in September, representatives from the company building the spacecraft told Space.com in an exclusive interview.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

The spacecraft concept from Maryland-based Genesis Engineering Solutions is just big enough for one person; an astronaut would float inside the spacecraft for several hours and use robotic arms to manipulate equipment. Propulsive thrusters would allow the spacecraft to nestle close to a target, similar to NASA’s Manned Maneuvering Unit jetpack that was briefly tested on astronaut spacesuits in the 1980s.

Instead of using a bulky spacesuit to do repairs on NASA’s future Lunar Orbital Platform-Gateway space station, for example, the Genesis spacecraft operator could use the robotic arms while remaining in relative comfort inside of an enclosed cockpit. [Take a Look Inside Lockheed Martin’s Proposed Lunar ‚Gateway Habitat for Astronauts]

But long before it flies in space, the Genesis spacecraft must pass several key tests on the ground.

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Woher Huskys ihre blauen Augen haben

Huskys sind für ihre oft durchdringend blauen Augen bekannt. © Jamie Leszczak
Blauäugige Schönheiten: Sibirische Huskys blicken oft aus strahlendblauen Augen in die Welt. Jetzt haben Forscher die genetische Grundlage dieses auffälligen Merkmals aufgedeckt. Demnach scheint die Verdopplung eines Erbgutabschnitts auf Chromosom 18 entscheidend für die Blauäugigkeit der Schlittenhunde verantwortlich zu sein. Daneben müssen jedoch weitere Faktoren bei der Entstehung dieser Augenfarbe mitmischen, wie das Team im Fachmagazin „PLOS Genetics“ berichtet.

scinexx

Wer an Huskys denkt, denkt an Schlittenrennen – und an strahlende, eisblaue Augen. Die ungewöhnliche Augenfarbe ist typisch für diese aus dem Norden Sibiriens stammende Rasse und eine echte Seltenheit im Hundereich. Zwar kommen blaue Augen gelegentlich auch bei anderen Züchtungen wie dem Australian Shepherd und dem Border Collie vor. Beim Sibirischen Husky aber ist dieses Merkmal besonders häufig.

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Knobloch: AfD ist trotz jüdischer Mitglieder antisemitisch

Bild: bb
Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, fühlt sich bei den Erfolgen der AfD an den Aufstieg der NSDAP in der Weimarer Republik erinnert. „Wir stehen vor einem Ungetüm“, sagte die 85-Jährige in einem Interview des Hamburger Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Zum ersten Mal habe eine Partei den Einzug in den Bundestag geschafft, „deren Programm sich zusammenfassen lässt mit den Worten: Juden raus“. Man könne die AfD nicht anders als Nazipartei nennen.

evangelisch.de

Trotz jüdischer Parteimitglieder sei die AfD antisemitisch und propagiere ein Programm, das jüdisches Leben unmöglich mache. Die Partei sei gegen die rituelle Beschneidung und gegen das Schächten von Schlachttieren. „So wie ein Mensch jüdische Freunde haben und trotzdem ein Antisemit sein kann, so sind jüdische Mitglieder noch längst keine Gewähr dafür, dass eine Partei nicht antisemitische Tendenzen aufweist“, sagte die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. AfD-Politiker wollen an diesem Sonntag in Wiesbaden die Vereinigung „Juden in der AfD“ gründen.

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Vatikan räumt mögliche Fehler im Fall McCarrick ein

Headquarter des Konzerns.

Erklärung veröffentlicht, der zufolge in der den früheren New Yorker Erzbischof betreffenden Missbrauchscausa möglicherweise „Maßnahmen ergriffen wurden, die nicht im Einklang stehen mit dem gegenwärtigen Ansatz, dem Weg der Wahrheit zu folgen“

kath.net

Der Vatikan hat Stellung zu Vorwürfen rund um den früheren Washingtoner Erzbischof Theodore McCarrick bezogen. Die Erzdiözese New York habe den Vatikan im September 2017 darüber informiert, dass ein Mann McCarrick beschuldige, ihn in den 1970er Jahren missbraucht zu haben, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des Vatikan.

Darin wird der bisherige offizielle Kenntnisstand zum Verfahren mitgeteilt. Derzeit liefen weitere Untersuchungen, deren Ergebnisse zu gegebener Zeit mitgeteilt würden, heißt es. Man sei sich bewusst, dass dabei auch begangene Fehler zutage treten könnten.

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Iran: Die Kopftuchikone der USA

Bild vom 28.12.2017 von #WhiteWednesday
Warum westliche Narrative über den Iran oft falsch oder Propganda sind

Jochen Mitschka | TELEPOLIS

Dass PR-Agenturen Werbung für Anliegen der Außenpolitik der westlichen Großmächte machen, dürfte seit der Brutkastenlüge oder den Auszeichnungen für die White Helmets bekannt sein. Zumindest für diejenigen, die sich nicht alleine auf die Informationen der Massenmedien und staatlichen Protagonisten stützen. Und so war es auch nicht verwunderlich, als klar wurde, dass das Symbol des „Aufstandes“ im Iran von 2018, die junge Frau, die ihr Kopftuch demonstrativ an einem Stock vor sich hält, wieder einmal eine solche PR-Aktion war, diesmal von der US-Regierung.

Am 28. Dezember 2017, dem Tag, als die Proteste gegen die wirtschaftlichen Verhältnisse im Iran durch ausländische Regierungsgegner übernommen wurden, erschien das Bild einer in schwarz gekleideten Frau, die auf einer Erhöhung in einer belebten Straße ihr Kopftuch, ihr Hijab, an einem Stock vor sich hielt. Wie bereits erwähnt, zeigen Bilder, die die ganze Szene abdecken, dass sich praktisch niemand um die Frau kümmerte. Nachdem jedoch das Foto die Person im Westen zu einer Ikone hochstilisiert hatte, wurde sie verhaftet, verhört und dann wieder entlassen.

Die ersten Veröffentlichungen des Fotos wurden von „My Stealthy Freedom“ (@masihpooyan) vorgenommen, einem Twitter-Konto, das im Januar 2018 12.000 Follower aufwies. Dieses Konto warb nun im Iran dafür, dass Frauen bewusst gegen die Gesetze des Landes verstoßen sollten und zeigte im Januar ca. mehrere dutzend Nachahmer.

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Missbrauchsverdacht: Deutsche Justiz ermittelt gegen Bischof

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Ein chilenischer Erzbischof trat 1997 vorzeitig von seinem Amt zurück. Später wurde bekannt, dass der Grund Missbrauch Minderjähriger war. Er lebt in Vallendar, wo er laut einem Medienbericht 2004 einen Schutzbefohlenen missbraucht haben soll.

katholisch.de

Ein katholischer Erzbischof aus Chile wird nach Informationen der Deutschen Welle (DW) beschuldigt, in Deutschland mindestens einen Schutzbefohlenen missbraucht zu haben. Die deutsche Justiz ermittelt demnach gegen den heute 84 Jahre alten Geistlichen, der der Schönstattbewegung angehört und seit rund 15 Jahren in Vallendar bei Koblenz lebt. Das hätten der Generalobere der Schönstattbewegung, Juan Pablo Catoggio, und der chilenische Provinzobere Fernando Baeza dem deutschen Auslandssender am Freitag bestätigt. Die zuständige deutsche Staatsanwaltschaft und das Bistum Trier wollten sich dem Bericht zufolge noch nicht zu dem Vorgang äußern.

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